Das fängt ja gut an. Google plant einen kostenlosen Anzegendienst und alles schreit ‘Gefahr für eBay’.
Aber ist das denn so?
1) eBay hat einen massiven Vorsprung und im Gegensatz zu Diensten wie Web-Mail ist eine echte Verkaufslösung dann doch noch komplexer als nur ein Anzeigenmarkt. Man bedenke nur die Masse an Bewertungen der Verkäufer und Käufer, die eBay hat.
2) Ich rate ja mal, dass Google neben den Gratisanzeigen auch Adsense-Werbung packt. Will ich irgendwo (privat) inserieren, wo gleich neben mir die Profis stehen? (Nicht umsonst gibt es auch bei Papierzeitungen streng getrennte Bereiche für Privat-Kleinanzeigen.
3) Ergänzend zu 1): Um eBay herum ist nicht nur eine Online-Kultur entstanden, nicht wenige Leute liefern (kostenpflichtige) Zusatzdienste bzw. bauen ‘echte’ Firmen auf eBay-Basis. Das dauert etwas bis selbst Google so etwas anstoßen kann.
4) Wenn Google Base als ‘Beta’ startet wird es ne Weile dauern, bis es wirklich benutzbar ist und allein schon die Features bietet, die man von einem Anzeigenmarkt gewöhnt ist – reden wir mal gar nicht von einer Verkaufslösung. (Oder will eBay auch noch Amazon einsacken? *g* Die hätten das know how…) – Man sehe sich mal Google Talk an: Großes Trara und seit dem start tut sich softwaretechnisch wenig. GTalk ist immer noch eine Lösung, die um mehrere Größenordnungen weniger kann als ICQ oder Skype – während grade Skype alle 4 Wochen mit einer aktualisierten Software rauskommt. Die Masse der Nutzer will was benutzbares, kein Spielzeug. (Nur die Geeks stürzen sich auf alles, an Software, was nicht bei drei gleich crasht.)
OK, es gibt auch ne Masse an Argumenten, warum es funktionieren kann. Aber man muss nicht immer gleich Katastrophenszenarien basteln…
Mehr auch hier: Gefahr für eBay – kostenlose Web-Datenbank Google Base – Golem.de
Und hier die Screenshots und Zusatzinfos (Deutsch ist als Startsprache geplant!)