Ernährung, Diät und meine Meinung

Des öfteren kam hier schon das Thema „Diät“ auf. Das erscheint ja auch naheliegend – schließlich ist das hier ein Abnehm-Blog. Was aber auch schon klar gestellt wurde: Diäten funktionieren nicht. Und das aus zwei Gründen: Erstens merkt der Körper oftmals „Hu – hier gibt’s ja jetzt deutlich weniger zu essen!“ Und sagt sich: „Dann werd ich mal deutlich mehr sparen!“. Das wirkt sich dann nach der Diät, bei der Rückkehr zum „normalem“ Essverhalten, fatal aus (Stichwort: Jojo-Effekt). Und zweitens halten die meisten Leute eine Diät nicht lange durch. Weil man nämlich plötzlich Essgewohnheiten annehmen soll, die man überhaupt nicht mag. Das Zauberwort (bzw. die Zauberworte) um tatsächlich langfristig abzunehmen lauten daher: Generelle Ernährungsumstellung und mehr Sport/Bewegung.

Aber auch „Ernährungsumstellung“ hat irgendwie noch so einen schalen Beigeschmack. Das klingt nämlich ein bisschen wie Diät – nur noch schlimmer. Diät suggeriert ja, dass ich mit dem miesen Essen nach der Zeit X wieder aufhören kann. Ernährungsumstellung klingt nach Abschied von liebgewonnenen Freu(n)den – für immer. In der Praxis – und damit meine ich jetzt meine persönliche – hat sich das Ganze aber als gar nicht so schlimm erwiesen.

An meiner Ernährung habe ich nur wenig geändert: Statt Weizenbackwaren (also Brot & Brötchen) gibt es jetzt hauptsächlich Vollkorn. Wobei das Vollkorn-Zeugs mir meist sogar besser schmeckt. Da bekommt man z.B. diverse, extrem leckere Brötchen mit Kernen und Samen aus aller Herren Länder (und hauptsächlich bestehend aus Roggenmehl). Nächste Änderung: Weniger fettes Fleisch. Ist auch leichter als man denkt: Minutensteaks, Filets und vieles andere, egal, ob jetzt von Schwein, Rind oder Federvieh, hat deutlich unter fünf Gramm Fett pro 100 Gramm. Und deutlich über 20 Gramm Eiweiß. Außerdem ist die Qualität oft einfach um längen besser als beim billigen, „durchwachsenen“ Fleisch. Da ich gern Fleisch esse (sagen wir 5 bis 6 mal pro Woche) eine super Sache. Auch Gehacktes geht ab und zu mal – nur nicht unbedingt mehrmals pro Woche, denn das ist eine wahre Fettbombe. Trotzdem gibts bei uns mehrmals pro Monat Bouletten oder Nudel mit Bolognese. Apropos Nudeln: Da fällt die Vollkornware bei mir aus, schmeckt einfach nicht. Statt dessen: Feinster Hartweizengrieß.

Merklichste Umstellung – obwohl mir die überhaupt nicht schwer fällt und sie sich eigentlich eher unmerklich eingeschlichen hat: Kaum noch Süßigkeiten. Haben wir uns füher beinahe jeden Abend auf der Couch noch ein leckeres Mars- oder Snickers-Eis gegönnt, so liegt die angefangene Packung inzwischen schon seit zwei Monaten halbvoll im Tiefkühler. Und Schokolade wird gar nicht erst gekauft, genau so wie Knabberkram. Den gibts also höchstens mal auf Parties und ähnlichem. Und Schoki nur geschenkt. Seltsamer Weise habe ich hier auch nicht mehr den Drang, gleich eine ganze Tafel zu verputzen – wenn mich die Lust überkommt, gibt es einen „Riegel“ und dann reicht mir das auch schon. Unverständlich – aber gut :-)

Was sich noch geändert hat: Wir trinken nun nach dem Training jeweils einen Proteinshake (80% Eiweiß). Und zwar VOR dem Essen (wir essen immer abends nach dem Training). Die Shakes machen nämlich schon von sich aus extrem satt. Und: Eiweiß ist der Powerstoff bei der Training- und Abnehmkombination schlechthin: Proteine setzten nämlich so gut wie nicht an, sondern werden vom Körper gleich zum Erhalt und zum Aufbau der fettfreien Körpersubstanz genutzt – also hauptsächlich für die Muskeln. Fragt mal Bodybuilder. Allerdings bringt es nichts, nur Proteinshakes in sich ‚reinzukippen, wenn man den Muskalaufbau nicht durch regelmäßiges Training forciert. Entgegen den Aussagen, die oftmals in diversen Werbungen für unterschiedliche Mittelchen zu finden sind.

Man sieht also: Das Thema Ernährungsumstellung oder Diät ist gar nicht so schlimm, wie man befürchtet. Gut – wenn ich vorher jeden Tag Burger, Pommes und Schokolade in Mengen verputzt habe, ist das schon eine ganz schöne Umstellung. Aber viele Leute ernähren sich ja nun mal nicht so „extrem“ – und sind trotzdem übergewichtig. Und da ist es halt nur ein kleiner Schritt, um auf den richtigen Weg zu gelangen.

2 Gedanken zu „Ernährung, Diät und meine Meinung

  1. Michael

    Apropos Nudeln: Da fällt die Vollkornware bei mir aus, schmeckt einfach nicht.

    Hab ich auch immer gemeint, bis ich mal die Spaghetti von Barilla getestet hatte (heißen glaub ich „Integrali“). Bei denen schmeckt man so gut wie nichts von Vollkorn, ich kann nur empfehlen die einfach mal zu testen.

    Ich selbst lege wohl noch viel zu wenig Wert auf die Ernährung nach dem Krafttraining, esse da halt ganz normal. Hmm, muss mir da auch mal Gedanken machen… Hab ja auch schon öfter gehört, dass hier Eiweiß wirklich super förderderlich für Muskelaufbau und Regeneration ist.

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