Vom Abenteuer, ein „XXL-Fahrrad“ zu kaufen

Wie ich bereits berichtete, fahre ich täglich mit dem Rad zur Arbeit. Mittlerweile ist mein Wunsch konkreter geworden, zusätzlich zum Pedelec mit „eingebautem Rückenwind“ auch wieder ein normales Fahrrad zu nutzen, zumal ich nicht nur den Weg zur Arbeit, sondern auch die meisten anderen Alltagswege mittlerweile mit dem Rad zurücklege.. Doch schon beim Kauf des Pedelecs vor vier Jahren hat es einiger Anstrengungen bedurft, das passende Gefährt zu bekommen. Da ich bereits damals deutlich über 100 kg wog, war das Ziel, ein Fahrrad mit einem zulässigen Systemgewicht von über 130 kg zu finden, was sehr selten ist. Das Systemgewicht bezieht das Gewicht des Rads, des Fahrers und des Gepäcks mit ein. Fahrräder, deren Systemgewicht überschritten wird, krachen zwar nicht sofort zusammen, aber auf die Haltbarkeit der Bauteile wirkt sich die Überlastung dennoch negativ aus. Man bremst ja auch keinen voll beladenen LKW mit den Bremsen eines VW Käfers oder eines 2CV.

Beim Kauf meines Pedelecs hatte ich per Internet-Recherche schnell ein geeignetes Gerät identifiziert, doch ein solches dann auch tatsächlich zu erwerben glich einer kleineren Odyssee. Ein lokaler Fahrradhändler, Markenvertreter und „Pedelec-Experte“ rief mich, trotz Zusicherung, nie zurück. Nachdem ich einige Geschäfte abgeklappert hatte wurde ich schließlich in Tübingen fündig, doch auch dort musste das Rad erst bestellt werden. Am Tag der Abholung unternahm ich dann auch gleich mal eine – für meine damaligen Verhältnisse -längere Tour von Tübingen nach Herrenberg, um dort in die S-Bahn einzusteigen.

Für den Kauf des „normalen“ Rads entschied ich mich wieder für den lokalen Fachhandel und gegen eine Bestellung im Internet. Vor der Bestellung hat der Händler mit Hilfe eines Gerätes, das an einen verstellbaren Hometrainer erinnerte, die für mich passende Rahmengröße ermittelt, was vermutlich präziser funktioniert als die Messung der Schrittlänge und das Ablesen der passenden Größe in einer Tabelle. Diese oder kommende Woche soll mein neues Rad geliefert werden, ich bin schon „schwer“ gespannt, wie ich die tägliche Strecke damit bewältige – und werde Euch natürlich im Rahmen des Abnehmduells davon berichten.

5 Gedanken zu „Vom Abenteuer, ein „XXL-Fahrrad“ zu kaufen

  1. Dentaku

    Lustig, das ist ein Punkt, den ich jetzt beim Fahrradkauf gar nicht auf dem Schirm gehabt hätte. Irgendwie sehen die Dinger immer so unzerstörbar aus.

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    1. Stefan Sommer Beitragsautor

      Ja, ich hätte mir auch viel Lauferei erspart, wenn ich es nicht auf dem Schirm gehabt hätte ;-) Ab es ist wohl tatsächlich eine Gewährleistungsfrage.

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  2. feinschmeckerle

    mir geht’s ganz ähnlich. ich bin auch durchs pedelec wieder zum Fahrrad Fan geworden. werde mir jetzt auch noch ein „normales“, wesentlich leichteres rad kaufen – die 26 pedelec kg sind einfach doch nicht wenig. und das neue bike will ich dann als sportgerät nutzen.
    viele gruesse aus reutlingen

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  3. Jana

    Ich bin seit 6 Jahren nicht mehr Rad gefahren, vor 2 Wochen habe ich mich von Freunden überreden lassen. Es war anfangs zwar ein komisches und ungewohntes Gefühl, aber verlernen tut man es nicht :P Ich werde jetzt bestimmt in Zukunft öfter mit dem Rad unterwegs sein.

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