Besser spät als nie

Nachdem ich beim Barcamp Stuttgart auf diesen Blog aufmerksam gemacht wurde, hätte ich nun doch beinahe den Einstieg verpasst, aber eben nur fast. Vielen Dank für die Aufnahme :-)

Auch ich empfinde mich inzwischen sowohl subjektiv als auch objektiv betrachtet als deutlich übergewichtig. Ein zartes Etwas war ich wohl nie und auch wenn ich mit Anfang Zwanzig doch recht schlank war, war ich eben immer das, was ich sportlich schlank nenne. Aber das war eben einmal.

Natürlich habe ich auch schon das eine oder andere Mal in meinem Leben versucht, abzunehmen. Als Teenager sowieso und danach auch immer mal wieder. Das erste Mal im Erwachsenenalter richtig ernsthaft war wohl 2003 mit dem Prinzip von Weight Watchers (Treffen habe ich nie besucht). Damals lag mein Gewicht bei etwa 75 Kilo und ich hatte doch Sorge bald die 80 zu knacken. Innerhalb von 4 Monaten habe ich dann etwa 10 Kilo abgenommen und fühlte mich dann auch ganz wohl. In den Jahren danach habe ich relativ viel Sport gemacht – meistens im Fitness Studio und habe dort diverse Kurse besucht. So konnte ich das Gewicht auch einigermaßen halten, obwohl ich gerne esse.

2009 änderte sich dann mein Leben in privater Hinsicht und ich habe den Sport gegen die Kultur getauscht. Und damit ging auch der Zeiger auf der Waage wieder langsam nach ob. 2011 habe ich dann (bis heute!!!) erfolgreich mit dem Rauchen aufgehört, was mir vermutlich auch das eine oder andere Kilo mehr eingebracht hat. Zu der Zeit waren es dann schon wieder ca. 74 Kilo. Eine neue Beziehung tat ihr übriges – gemeinsame Mahlzeiten sind zwar was schönes, aber auch sehr gefährlich. Außerdem habe ich auch oft schnell was zwischendurch gegessen, was bestimmt nicht das Prädikat gesund und ausgewogen verdient hatte.

Und nun bin ich bei Stand heute 86,5 Kilo angelangt – die letzte Zunahme von ca. 2 Kilo habe ich einer einwöchigen Kreuzfahrt zu verdanken (wo steht das eigentlich im Kleingedruckten, dass nicht nur der Koffer möglicherweise durch Mitbringsel am Ende der Reise schwerer ist und deshalb in den Hinweisen zur Abreisetag der Ratschlag erteilt wird, man möge sich doch vielleicht eine Kofferwaage ausleihen, um sicher zu gehen, dass es am Flughafen keine bösen Überraschungen gibt). Der Koffer hat übrigens sein Gewicht gehalten.

Aber nun hoffe ich ja, durch den „Gruppendruck“ etwas zu ändern. Und wie will ich das erreichen? Meine „Diät“ wird wohl im wesentlichen nach dem Motto FdH ablaufen kombiniert mit der Reduktion von Kohlenhydraten – also eigentlich quasi wieder WW. Sport habe ich mir natürlich auch vorgenommen. Ich weiß nur noch nicht, was mir schwerer fallen wird: Weniger zu essen oder weniger ins Theater oder Kino zu gehen, damit mehr Zeit für Sport bleibt. Ach so! Da fehlt ja noch ein Ziel: Wenn ich am Ende unter 80 wäre, würde mich das schon sehr freuen.

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