Gewinner!

Vielen Dank für die Glückwünsche – gratuliere aber selbst zum Erreichen einer Gewichtsklasse, von der ich auch weiterhin nur träumen kann! Außerdem vielen Dank für den großen, spannenden Wettkampf gerade zum Ende hin, denn ab der 11. Woche wurde ich doch etwas leichtsinnig ob des großen Vorsprungs. Das hätte sich zum Ende fast gerächt! Denn bis dahin hatte ich „lediglich“ meine Essgewohnheiten umgestellt und recht konsequent auf Zuckerwasser à la Cola, Spezi usw. sowie Süßigkeiten und Knabberkram verzichtet. In den letzten drei Wochen habe ich das ganze ob der plötzlich doch noch gefährdeten Führung wieder ernster genommen und Diät gehalten: Insgesamt einfach weniger gegessen (konsequent nur eine Portion und kein Nachschlag), dafür den Hunger einfach ignoriert und mehr Sport gemacht.

Der Lohn: Die Hundert-Kilo-Grenze geknackt! Das Bild im Spiegel kann man sich inzwischen wieder einigermaßen ansehen ohne Blind zu werden und sich zu schämen. Aber es sind auch immer noch zwei gut gefüllte Wassereimer Übergewicht.

Gewonnen? Ja habe ich! In 13 Wochen über 10 Kilo abgenommen. Seit Jahresbeginn sogar fast 13 Kilo verloren (die sollen mich auch nicht wiederfinden!). Und freue mich sehr darüber! Aber auch alle anderen, die durchgehalten haben, dürfen sich freuen und wieder etwas leichter durchs Leben gehen. Ohne Euch hätte ich eine in dieser Höhe nicht geschafft! Und immerhin haben wir alle gemeinsam die Welt von mehr als 35 Kilo Übergewicht entlastet! Das ist doch ein großartiges Ergebnis!

P.S.: Abnehmen kann ich besser als fotografieren! 😉

Bauch an Bauch

… und da kommen Sie auf die Zielgerade! Vorne liegt noch ganz knapp Micha, der lange Zeit das Feld dominiert hat. Das restliche Feld eher abgeschlagen, einige haben auch schon aufgegeben. Doch geht Micha jetzt zum Schluss das Fett aus? Dürfte eigentlich nicht, denn sein BMI zeigt noch reichlich Luft nach oben! Doch Stefan sitzt ihm im Nacken, ist fast gleichauf mit ihm. Der Spitzenreiter fühlt den Atem im Nacken. Wird es für ihn reichen? Hat Stefan nach dem langen Spurt noch die Kraft durchzuhalten, und an der Kasse an den lauernden Snickers und den heimtückischen Cornettos vorbeizugehen? Kann Micha die goldene Hochzeit im Steakhaus und die Grillparty am Sonntag unbeschadet überstehen? Er darf sich jedenfalls keine Zunahme mehr erlauben, hat seinen Vorsprung fast verspielt! Da, jetzt sieht es so aus, als wäre Stefan vorbei, tatsächlich, Stefan ist einen kleinen Schritt voraus! Doch Micha kontert die Attacke, geht wieder leicht in Führung! Das Publikum springt auf, es hält hier jetzt keinen mehr auf den Sitzen! Hören Sie nur, solch ein Stimmung hier! Wer hätte vor vier Wochen schon geglaubt, dass es hier noch einmal so spannend werden könnte? Spannung pur, das Adrenalin kocht! Beide haben schon eine Hand am Pott. Nur noch wenige Meter – wer wird es schaffen? Stefan, der bereits einen sehr akzeptablen BMI erreicht hat – oder doch Micha, der für den Sieg aber mit Sicherheit die magische 100-Kilo-Schallmauer durchbrechen muss? Gewinner sind sie schon beide, aber wer holt sich den Titel?

Die Dampframme

Wenn ich mir meine Kurve der letzten Woche so anschaue, scheint es als würde ich den nächsten Gewichtsverlust immer nur noch mit etwas Anlauf schaffen. Ähnlich wie ein Dampframme. Ein Stück vor, rumms, dann wieder zurück. Und wieder ein Stück weiter vor – rumms – und zurück.  Viel mehr an Gemeinsamkeiten fällt mir zu dem Vergleich dann allerdings auch nicht ein.

Ein weiterer Blick auf die Kurven sagt mir aber auch, dass ich mich auch weiter anstrengen muss:

Weil ich noch vor Ostern unter die 100-Kilo-Marke will.

Natürlich auch – wenn ich schon so lange geführt habe – um den „Pott“ zu holen. Und weil die Mitbewerber – zumindest einige – den „Kampf“ noch lange nicht aufgegeben haben. Warum auch?!

Und: Um mich auf die Phase nach dem Duell einzustellen. Will ich noch weiter abnehmen? Oder erstmal eine Verschnaufpause einlegen und dann weitermachen? Oder einfach bei 100 Kilo mit einem BMI von über 30 verharren? Oder alten die Essgewohnheiten wieder aufleben lassen, um im kommenden Jahr wieder mit 110 Kilo Startgewicht am nächsten Duell teilzunehmen?

Also, Einbiegen auf die Zielgerade als Führender hatte ich schon Mal und wurde dann im Fotofinish abgefangen. Muss ja nicht wieder sein. Nicht gut fürs Ego. Nicht gut fürs Gewicht. Weiter geht’s – aber bitte ohne Dampframmeneffekt!

Stagnation oder Wie konnte das denn passieren?

Die Konferenzversorgung schlug an und die ausgedehnte Geburtstagsparty war dann wohl auch nicht ohne. Ich hatte es ja schon befürchtet und folgerichtig stieg am Montagmorgen der Wert auf der Waage wieder. Aber gleich so? 2,5 Kilo mehr quasi über Nacht? Holla die Waldfee! Also war wieder eiserne Diät angesagt, und so konnte ich das Plus bis zum Freitag zumindest auf ein erträgliches Maß senken. Am Ende steht eine dreiwöchige Stagnation. Jetzt muss es aber dann doch mal langsam wieder runter gehen – ich sollte mich für die letzten drei Wochen zusammenreißen!

Der Anfang vom Ende …

Nur 700 Gramm weniger als in der Vorwoche? Nein -sehe ich anders – wieder weniger Gewicht und das trotz der Teilnahme am Kongress mit seiner Rundumversorgung. Mittagessen, Kuchen und Canapés in den Pausen, abends warmes Buffet und zugehörige Getränke, üppiges Frühstückangebot und dann wieder von vorne. Das ganze drei Tage lang. Die Selbstdisziplin hat nicht komplett durchgehalten, aber es reichte offensichtlich für den Erhalt des Abwärtstrends.

Wird nicht einfacher werden: Unter anderem eine Einladung zur großen Geburtstagssause zum 50. am Wochenende und ein weiterer Außentermin in der kommenden Woche. Im Endspurt für die letzten vier Wochen will ich aber unbedingt unter die Hundert kommen. Also weiter zusammengerissen und konsequent bleiben!

Pause

Naja, Kuchen am Samstag, Sahnetorte am Sonntag. Schnitzel mit Pommes am Montag, Dienstag eine Flasche Cola, Mittwoch Mäckes mit Spezi. Da kann man ja schon fast froh sein, dass es nur 800 Gramm mehr wurden. Aber so ungefähr zur Halbzeit durfte ich mir dann auch mal eine pause gönnen. Zwar wird es in den kommenden Wochen wegen mehrerer „Außentermine“ mit Geschäftsessen nicht einfacher, aber ab nächsten Freitag wird wieder angegriffen. Das zweistellige Gewicht wäre schon fast mehr, als ich zu Beginn erwartet habe!

Die Methode

Oooh – der hat schon wieder eineinhalb Kilo abgenommen! Wie zum Henker macht der Typ das eigentlich? Ihr wollt ehrlich mein „Geheimnis“ hören? Na gut – aber dafür schildere ich Euch am besten einen ganz normalen Tagesablauf.

Aufstehen gegen ca. 04.40 Uhr, Duschen, Zähneputzen, ein kleines Frühstück (2 Scheiben Brot mit Nutella und ein Pott relativ starkem Ostfriesentee einschließlich 6 (ja, wirklich sechs) Tablettchen Zuckerersatz. Ab ins Auto, zum Parkplatz beim Bahnhof, damit ich um 6:47 Uhr den Zug nach Hannover bekomme.  Dort ein wenig S-Bahn und ca. 10 Minuten zu Fuss. Dann robotti robotti einschließlich zwei Tassen schwarzem Kaffee (ohne Zucker und Milch) bis ca. 16:30. Anschließend wieder den ganzen Weg retour (Fußweg, Straßenbahn, Bahn, Auto) und zu Hause gegen 18:30 Uhr. Dann gibt es etwas ganz normales Warmes zu essen, wovon ich durchaus auch nicht wenig in mich hineinstopfe. Gelegentlich noch ein Joghurt als Nachspeise. Dann wahlweise noch ein kurzer Spaziergang mit Hund, oder einfach nur den Tag vorm Fernseher ausklingen lassen bei einer Selters oder einer Traubensaftschorle.

Was fehlt: Genau, das zweite Frühstück („morgens halb 10 in Deutschland …“ und das Essen am Mittag. Nein kein Butterbrot, keine Kantine, keine Bäcker oder sonst etwas. Nichts. Hungergefühle? Nein habe ich nicht oder verdränge ich. Mache einfach weiter, auch keine großen Pausen. Funktioniert. Mache ich im Prinzip auch nicht nur zum Abnehme so, sondern bereits seit mehr als 10 Jahren. Funktioniert aber nur, weil ich nicht körperlich arbeiten muss, sondern viel am Schreibtisch und am Rechner sitze. Versuche ich das gleiche am Wochenende mit Gartenarbeit, bekomme ich ganz schnell einen Hungerast. Und man braucht manchmal für ca. 5-10 Minuten aufkommendes Hungergefühl einer festen Willen. Ist nicht so schwer, weil es bei mir in der Nähe dann ja auch tatsächlich gar nichts zu essen gibt. Und dann vergeht der Hunger wieder.  Manchmal kommt das Hungergefühl selbst abends erst unmittelbar beim Essen.

Die 110 Kilo Startgewicht habe ich mir übrigens trotz dieser Ernährungsgewohnheiten zugelegt. Das geht auch hervorragend, wenn man sich nämlich nach dem Abendessen mit lecker Schokolade, Bounty, Snickers, Chips, Flips, M&Ms usw. und das ganze mit einem Fluß Cola und Schwipp-Schwapp runterspült. Also nicht jeden Tag alles von dem, aber jeden Tag etwas davon – und das bis es leer ist.

Zum Abnehmen muss ich das also „einfach nur“ weglassen und das Essverhalten am Wochenende kontrollieren, und schon purzeln die Pfunde. Dann geht abends auch mal ein Schnitzel mit Bratkartoffeln und Bier im Restaurant, und trotzdem bleibt man noch unter dem Gesamttagesbedarf an Kalorien.

„Das ist doch nicht gesund!“ höre ich oft. Ich mache das jetzt seit über 10 Jahren so. In der Zeit hatte ich ab und zu mal ne Erkältung oder Magen-Darm-Grippe. Aber sonst – nix. Kann also nicht sooo ungesund sein.

Natürlich ist das ne Pferdekur. Wer das einfach so mal anfangen will, meint bestimmt, der Typ hat doch nen Knall. Hab ich wohl auch. Aber auch nicht mehr als jeder andere Zeitgenosse hier mit mir auf diesem Planeten. Aber ich will Euch auch nicht zu meiner Methode bekehren. Sondern nur erklären, wie ich das hier so hinbekomme.

Verdopfte Nafe

Tja, mit der Gefundheit läuft daf bei mir ja gerade nicht fo rund. Nach der Mandelempfündung nun alfo ne dicke Erkältung und alf Fugabe etwaf Huften. Nafe verftopft. Der Appetit blieb aber normal. Trotfdem bin ich mit dem Ergebnif auf der Waage fehr fufrieden: Weitere 1,5 Kilo weniger, fo daff ich fo langfam die 100-Kilo-Marke inf Vifier nehmen kann!
Montag dann alfo wieder fur Arbeit (einfliefflich Dienftreife am Donnerftag) und in einer Woche dann hoffentlich mal wieder Fport und Fauna.
An meine MitftreiterInnen: Bleibt dran, bleibt eifern – fo lange ist es doch auch nicht mehr!

Von Mandeln und Pasta

Mandeln sind ja eigentlich eine ganze leckere Angelegenheit. Zum Beispiel geröstete Mandeln vom Rummel. Möglichst noch warm. Und meist unverschämt teuer. Kann meine Frau praktischerweise auch selber machen. Mandelsplitter auf Torte. Oder Marzipan – aus Mandeln hergestellt. Nicht so lecker, dafür umso schmerzhafter ist dagegen eine Mandelentzündung. Auch nicht süß, sondern eher bitter. Mit Fieberschüben zum Abend hin. Zum Glück aber nur in einer leichten Variante. Und total arbeitgeberfreundlich. Begann Freitagnachmittag, und gestern Abend (Sonntag) war ich im Grunde durch. So dass ich heute wieder brav zur Arbeit gehen konnte. Zu meinem Beitrag für die letzte Woche komme ich daher auch leider erst jetzt. Mit dem Ergebnis der letzten Woche bin ich ganz zufrieden. Wäre aber auch mehr (oder besser: weniger) drin gewesen. Doch am Donnerstagabend gab es Spaghetti Bolognese (eigentlich korrekt: Spaghetto – Gruß vom „Känguru“), und die kann zumindest ich mir eigentlich auch gleich direkt auf die Hüfte schmieren. Aber nur wegen der Diät oder des Duells höre ich nun auch nicht auf zu leben und zumindest ab und zu auch mal etwas zu genießen. Und das Gesamtergebnis kann sich ja immer noch sehen lassen.

Zeitverzögert

600 Gramm. Weniger. Das ist in Ordnung. Aber nicht unbedingt das, was ich mir so vorgestellt hatte. Bin natürlich selbst schuld. Das Wochenende lief nicht so richtig rund. Aber lecker war es natürlich. Freitagabend ein Croque Doppel-Schinken. Am Samstag als Ausgleich dann quasi den ganzen Tag bei klirrender Kälte spazieren gegangen. So ein Hobby-Ding. Doch bringt natürlich nur wenig, wenn man abends das Vakuum im Magen mit lecker Manta-Platte Schranke auffüllt. Und die Kokosmakronen am Sonntag waren selbstredend total kalorienreduziert. Damit stand dann am Montag neben mir ein Plus von fast einem Kilo auf der Waage.

Habe dabei übrigens festgestellt, dass sich Sünden bei mir erst zwei Tage später auf das Gewicht auswirken. Da bedeutet, ich kann schon Gründonnerstag ohne Auswirkungen auf das Abschlusswiegen endlich wieder richtig reinhauen ;-).

Nicht nur was, sondern auch wieviel

Die Woche lief echt prima. Trotz Cuba Libre am Samstag, etwas Philadelphia-Torte und später dann Bier, Kartoffelsalat und Würstchen am Sonntag, Gyros mit Pommes gestern Abend kann ich auf ein stolzes Ergebnis von fast zwei Kilo weniger zurückblicken. Liegt halt auch   daran, was man sonst tagsüber isst und trinkt. Und wenn das dann wirklich nicht viel ist, … voilà. So kann es doch gerne weiter gehen!

Warum?

Warum ist ein Interrogativadverb – auch Frageadverb genannt. Es ist eine Unterart der Wortart „Adverb“, die einen Fragesatz einleitet und nach solchen Typen von Information fragt, die durch Adverbien ausgedrückt werden können: Ursache, Art und Weise, Zweck. Sagt das allwissende Internet. Genauer: Wikipedia.

Aber warum nun (wieder einmal) also dieser ganze Aufwand, diese Quälerei mit dem Abnehmen. Okay, sieht nicht gut aus im Spiegel. Ist nicht in Mode. Junge Mädchen stehen nicht auf fette Typen. Klar. Aber (auch so ein besonderes Wort der deutschen Sprache): Spiegel man man ignorieren, Mode interessiert mich nicht und unterliegt sowieso einem steten Wandel, und die Zeiten mit den jungen Mädels sind eh lange vorbei.

Jaja, Gesundheit? Ich schleppe dieses Gewicht so oder so ähnlich seit zig Jahren mit mir herum, und bin in den letzten 10 Jahren dreimal drei Tage krank gewesen. Grippe. Die Hochleistungssportler und Halbmodels um mich rum sind da deutlich anfälliger für alles Mögliche an Verletzungen und Krankheiten. Und diese amerikanischen Typen, die mit der Feuerwehr über den Balkon aus dem haus geholt werden müssen, das passiert mir ja nicht. Als wenn die sich irgendwann mal bewusst für ihre Unbeweglichkeit und Abhängigkeit dafür entschieden hätten)

Also: Warum?

Kratzt es vielleicht an meinem Ego, als fettleibig abgestempelt zu sein?

Ist es dann doch nicht so schön, schon bei leichten Steigungen (zu Fuß, Fahrrad, künftig auch mit dem Auto?) außer Atem zu sein? Fahrradfahren wird anstrengender und Pedalics sind doch noch ziemlich teuer.

Will ich auch mit 70 oder 80 Jahren noch so eine n(unnötigen) Berg fett mit mir rumschleppen – und  wann genau ist dann der richtige Zeitpunkt für den Anfang vom Ende des Körperfetts??

Die beiden kaputten Knie freuen sich auch über jedes Gramm weniger (meine Frau übrigens auch, auch wenn sie nicht mehr knackige 25 ist) und das Geld für künstliche Gelenke schiebe ich lieber später oder nie zum Chirurgen rüber.

Und eigentlich ist die Frage nicht „Warum runter mit dem Zeug“ sondern „Warum kam das überhaupt jemals rauf auf die Rippen?“

Duelle

Okay. Abnehmduell. Wie muss man sich das vorstellen? 10 Leute stehe um ein Telefon und wer als den Anruf entgegennimmt, gewinnt? Nein, völlig falsch. Wir sind in einem, größeren Raum mit Zuhörer und müssen die beste Lügengeschichte erzählen. Wenn das Publikum sie uns abnimmt. Nein, auch voll daneben.

Ich stehe mit staubigen Jeans, Lederweste, Stiefeln, Halstuch und einem Cowboyhut vor dem Spiegel, schaue mir selbst tief in die Augen und versuche schneller abzunehmen als mein Schatten? Hmh. Nee. Aber schon dichter dran Das ist es aber nicht.

Wir durchsuchen Bücher, Internet, Mediatheken, Frauenzeitschriften nach der besten Diät? Schon besser. Aber im Kern wollen wir alle das Gleiche: Gewicht abnehmen, und so kann es am Ende natürlich ein Duell sein bei dem sich (hoffentlich) keiner zu Tode duelliert und bei dem Ende auch alle gewinnen können – nämlich jeder für sich selbst, weil sie oder er am Ende leichter ist als heute.

Meine Vorblogger haben sich ja schon interessante Methoden überlegt, um das Duell zu gewinnen. Ich eher trotz meines adipösen BMI von 33,6 (181 cm mit stolzen und teuer bezahlten 110,2 kg Lebendgewicht) noch nicht. Bzw. so wie immer. Alle Konkurrenten seien gewarnt: Von drei Osterduellen habe ich zwei gewonnen!

Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende

Im Januar, mitten im kalten Winter, bei Minustemperaturen, Schnee und Eis begann das diesjährige Abnehmduell für mich und zehn weitere Teilnehmer. Das war auch dringend nötig, denn wer einer Körpergröße von 1,81 m fast 112 Kilo auf die Waage hievt, gilt als „adipös“. Fettleibig. Also auc hnciht mehr so besonders anders, als die Menschen, über die man schon mal die Nase rümpft, wenn sie im Fernsehen gezeigt werden. Zugegeben, so fühlte ich mich nicht. Aber man kann vor gewissen Wahrheiten einfach nicht die Augen verschließen. Es musste etwas passieren. Abnehmen also. Im Team, mit anderen Gleichgesinnten. Dass das funktionieren kann, wusste ich durch meine Teilnahme im vorletzten Jahr. Dass das nicht unbedingt funktionieren muss, habe ich im vergangenen Jahr erfahren.BiggestLoser
Was ich vor allem aber in den beiden letzten Jahren gelernt habe: Das Abnehmen geht mit dem wirklichen Willen. Aber wie man die Zeit danach begeht, ist das noch größere Problem. Darf ich mich jetzt belohnen, weil ich fast 9 Kilo abgenommen habe? Will ich jetzt wirklich noch Salattage einlegen – oder noch mehr Kohlsuppe essen? nun habe ich in den letzten Wochen auch nicht auf alle lebenswerten Annehmlichkeiten verzichtet, zum Teil habe ich davon ja auch berichtet. Aber wie geht es weiter? Nach BMI bin ich übrigens immer noch adipös. Es gibt also nur wenig Grund für Belohnungen – die habe ich mir schon im Vorwege genehmigt, sonst hätte ich die Abnehmchallenge ja gar nicht mitgemacht. Ich habe auch noch „Reserven“. Sport habe ich beispielsweise bisher nicht ins Diätprogramm aufgenommen. Das fängt aber an, sobald, Schnee und Eis weg sind. Und ich wäre gerne unter 100 Kilo gekommen. Das wäre natürlich möglich gewesen, aber deutlich härte geworden. Und im Hinterkopf halt immer das Jojo. Also diesmal mit einer etwas weniger aggressiven Methode abgenommen, die aber vielleicht auch etwas alltagstauglicher sein könnte. Damit ich nicht im Sommer oder Herbst wieder beim Ausgangswert bin.
Für mich ist hier also nicht Schluss, es geht nur in eine neue Phase. Der Rückfall lauert jeden Tag aufs Neue. Allen Teilnehmern wünsche ich ein frohes Osterfest und den Willen zum Durchhalten – Eure Gesundheit wird es Euch danken. Jeder, der nur ein bisschen Gewicht verloren hat, geht hier als Gewinner raus. Vielen Dank für eure Unterstützung als Duellpartner! Nun, Ende März ist das Duell beendet. Ein eisiger Wind fegt um die Ecken. Es ist immer noch frostig. Und es lieg immer noch Schnee in rauen Mengen. Wann nimmt der mal ab?

Wie man in mehreren Beiträgen lesen kann, ist das Abnehmen von Montag bis Freitag immer einfacher. Am Wochenende kommen wieder ein paarhundert Gramm dazu. Für die Moral der Teilnehmer könnte es daher durchaus besser sein, wenn der Wiegetag grundsätzlich auf Freitag gelegt wird. Das gitl auch für mich. Vielleicht als Anregung für zukünftige Duelle.

Viele Grüße

Micha

Das war dann mal nicht so dolle …

Nachdem es in den letzten Wochen für mich mit dem Gewicht stetig bergab ging, lief es diesmal nicht ganz so gut. Ich konnte den Heißhunger auf ne King Size Marabou dann doch nicht mehr bekämpfen, verteilte den Genuss aber immerhin auf drei Tage. Das alleine war aber nicht das Problem. Zum anderen wollte das Gewicht auch davor schon einfach nicht sinken. Ohne besondere Sünden. Trotz Selter und Suppe. Hätte wohl doch noch für ein kleines Minus gereicht, aber in der Samstagnacht schleppten mich drei Kumpels in die Goldene Möwe und ich erlag dem Gruppenzwang. Denn da bestellt man sich halt kein Wasser. Vor allem nicht, wenn man vorher drei Stunden bei -5° C durch teils 30 cm hohen Schnee gestapft ist. Die beiden Cheeseburger dürften nicht soo angeschlagen haben, aber die Pommes der halbe Liter schwarzes Zuckerwasser dürfte ihren Teil getan haben. Als am Sonntag bei Kaffee und Kuchen mit den Schwiegereltern meine bessere Hälfte meinte, dass sie in der Mandarinen-Schokoladentorte drei Becher Schlagsahne verarbeitet hätte, blieb mir das zweite Stück fast im Halse stecken. Und in der Summe ging es dann – wenig verwunderlich – mit dem Gewicht etwas nach oben. Es bleiben vier weitere, spartanische Tage um noch einmal unter die 104 Kilo zu kommen. Nochmal die Zähne zusammenbeißen und den zugelegten Ballast wieder abschmeißen.