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Verdopfte Nafe

Tja, mit der Gefundheit läuft daf bei mir ja gerade nicht fo rund. Nach der Mandelempfündung nun alfo ne dicke Erkältung und alf Fugabe etwaf Huften. Nafe verftopft. Der Appetit blieb aber normal. Trotfdem bin ich mit dem Ergebnif auf der Waage fehr fufrieden: Weitere 1,5 Kilo weniger, fo daff ich fo langfam die 100-Kilo-Marke inf Vifier nehmen kann!
Montag dann alfo wieder fur Arbeit (einfliefflich Dienftreife am Donnerftag) und in einer Woche dann hoffentlich mal wieder Fport und Fauna.
An meine MitftreiterInnen: Bleibt dran, bleibt eifern – fo lange ist es doch auch nicht mehr!

Von Mandeln und Pasta

Mandeln sind ja eigentlich eine ganze leckere Angelegenheit. Zum Beispiel geröstete Mandeln vom Rummel. Möglichst noch warm. Und meist unverschämt teuer. Kann meine Frau praktischerweise auch selber machen. Mandelsplitter auf Torte. Oder Marzipan – aus Mandeln hergestellt. Nicht so lecker, dafür umso schmerzhafter ist dagegen eine Mandelentzündung. Auch nicht süß, sondern eher bitter. Mit Fieberschüben zum Abend hin. Zum Glück aber nur in einer leichten Variante. Und total arbeitgeberfreundlich. Begann Freitagnachmittag, und gestern Abend (Sonntag) war ich im Grunde durch. So dass ich heute wieder brav zur Arbeit gehen konnte. Zu meinem Beitrag für die letzte Woche komme ich daher auch leider erst jetzt. Mit dem Ergebnis der letzten Woche bin ich ganz zufrieden. Wäre aber auch mehr (oder besser: weniger) drin gewesen. Doch am Donnerstagabend gab es Spaghetti Bolognese (eigentlich korrekt: Spaghetto – Gruß vom „Känguru“), und die kann zumindest ich mir eigentlich auch gleich direkt auf die Hüfte schmieren. Aber nur wegen der Diät oder des Duells höre ich nun auch nicht auf zu leben und zumindest ab und zu auch mal etwas zu genießen. Und das Gesamtergebnis kann sich ja immer noch sehen lassen.

Zeitverzögert

600 Gramm. Weniger. Das ist in Ordnung. Aber nicht unbedingt das, was ich mir so vorgestellt hatte. Bin natürlich selbst schuld. Das Wochenende lief nicht so richtig rund. Aber lecker war es natürlich. Freitagabend ein Croque Doppel-Schinken. Am Samstag als Ausgleich dann quasi den ganzen Tag bei klirrender Kälte spazieren gegangen. So ein Hobby-Ding. Doch bringt natürlich nur wenig, wenn man abends das Vakuum im Magen mit lecker Manta-Platte Schranke auffüllt. Und die Kokosmakronen am Sonntag waren selbstredend total kalorienreduziert. Damit stand dann am Montag neben mir ein Plus von fast einem Kilo auf der Waage.

Habe dabei übrigens festgestellt, dass sich Sünden bei mir erst zwei Tage später auf das Gewicht auswirken. Da bedeutet, ich kann schon Gründonnerstag ohne Auswirkungen auf das Abschlusswiegen endlich wieder richtig reinhauen ;-).

Nicht nur was, sondern auch wieviel

Die Woche lief echt prima. Trotz Cuba Libre am Samstag, etwas Philadelphia-Torte und später dann Bier, Kartoffelsalat und Würstchen am Sonntag, Gyros mit Pommes gestern Abend kann ich auf ein stolzes Ergebnis von fast zwei Kilo weniger zurückblicken. Liegt halt auch   daran, was man sonst tagsüber isst und trinkt. Und wenn das dann wirklich nicht viel ist, … voilà. So kann es doch gerne weiter gehen!

Warum?

Warum ist ein Interrogativadverb – auch Frageadverb genannt. Es ist eine Unterart der Wortart „Adverb“, die einen Fragesatz einleitet und nach solchen Typen von Information fragt, die durch Adverbien ausgedrückt werden können: Ursache, Art und Weise, Zweck. Sagt das allwissende Internet. Genauer: Wikipedia.

Aber warum nun (wieder einmal) also dieser ganze Aufwand, diese Quälerei mit dem Abnehmen. Okay, sieht nicht gut aus im Spiegel. Ist nicht in Mode. Junge Mädchen stehen nicht auf fette Typen. Klar. Aber (auch so ein besonderes Wort der deutschen Sprache): Spiegel man man ignorieren, Mode interessiert mich nicht und unterliegt sowieso einem steten Wandel, und die Zeiten mit den jungen Mädels sind eh lange vorbei.

Jaja, Gesundheit? Ich schleppe dieses Gewicht so oder so ähnlich seit zig Jahren mit mir herum, und bin in den letzten 10 Jahren dreimal drei Tage krank gewesen. Grippe. Die Hochleistungssportler und Halbmodels um mich rum sind da deutlich anfälliger für alles Mögliche an Verletzungen und Krankheiten. Und diese amerikanischen Typen, die mit der Feuerwehr über den Balkon aus dem haus geholt werden müssen, das passiert mir ja nicht. Als wenn die sich irgendwann mal bewusst für ihre Unbeweglichkeit und Abhängigkeit dafür entschieden hätten)

Also: Warum?

Kratzt es vielleicht an meinem Ego, als fettleibig abgestempelt zu sein?

Ist es dann doch nicht so schön, schon bei leichten Steigungen (zu Fuß, Fahrrad, künftig auch mit dem Auto?) außer Atem zu sein? Fahrradfahren wird anstrengender und Pedalics sind doch noch ziemlich teuer.

Will ich auch mit 70 oder 80 Jahren noch so eine n(unnötigen) Berg fett mit mir rumschleppen – und  wann genau ist dann der richtige Zeitpunkt für den Anfang vom Ende des Körperfetts??

Die beiden kaputten Knie freuen sich auch über jedes Gramm weniger (meine Frau übrigens auch, auch wenn sie nicht mehr knackige 25 ist) und das Geld für künstliche Gelenke schiebe ich lieber später oder nie zum Chirurgen rüber.

Und eigentlich ist die Frage nicht „Warum runter mit dem Zeug“ sondern „Warum kam das überhaupt jemals rauf auf die Rippen?“

Duelle

Okay. Abnehmduell. Wie muss man sich das vorstellen? 10 Leute stehe um ein Telefon und wer als den Anruf entgegennimmt, gewinnt? Nein, völlig falsch. Wir sind in einem, größeren Raum mit Zuhörer und müssen die beste Lügengeschichte erzählen. Wenn das Publikum sie uns abnimmt. Nein, auch voll daneben.

Ich stehe mit staubigen Jeans, Lederweste, Stiefeln, Halstuch und einem Cowboyhut vor dem Spiegel, schaue mir selbst tief in die Augen und versuche schneller abzunehmen als mein Schatten? Hmh. Nee. Aber schon dichter dran Das ist es aber nicht.

Wir durchsuchen Bücher, Internet, Mediatheken, Frauenzeitschriften nach der besten Diät? Schon besser. Aber im Kern wollen wir alle das Gleiche: Gewicht abnehmen, und so kann es am Ende natürlich ein Duell sein bei dem sich (hoffentlich) keiner zu Tode duelliert und bei dem Ende auch alle gewinnen können – nämlich jeder für sich selbst, weil sie oder er am Ende leichter ist als heute.

Meine Vorblogger haben sich ja schon interessante Methoden überlegt, um das Duell zu gewinnen. Ich eher trotz meines adipösen BMI von 33,6 (181 cm mit stolzen und teuer bezahlten 110,2 kg Lebendgewicht) noch nicht. Bzw. so wie immer. Alle Konkurrenten seien gewarnt: Von drei Osterduellen habe ich zwei gewonnen!

Alles was einen Anfang hat, hat auch ein Ende

Im Januar, mitten im kalten Winter, bei Minustemperaturen, Schnee und Eis begann das diesjährige Abnehmduell für mich und zehn weitere Teilnehmer. Das war auch dringend nötig, denn wer einer Körpergröße von 1,81 m fast 112 Kilo auf die Waage hievt, gilt als „adipös“. Fettleibig. Also auc hnciht mehr so besonders anders, als die Menschen, über die man schon mal die Nase rümpft, wenn sie im Fernsehen gezeigt werden. Zugegeben, so fühlte ich mich nicht. Aber man kann vor gewissen Wahrheiten einfach nicht die Augen verschließen. Es musste etwas passieren. Abnehmen also. Im Team, mit anderen Gleichgesinnten. Dass das funktionieren kann, wusste ich durch meine Teilnahme im vorletzten Jahr. Dass das nicht unbedingt funktionieren muss, habe ich im vergangenen Jahr erfahren.BiggestLoser
Was ich vor allem aber in den beiden letzten Jahren gelernt habe: Das Abnehmen geht mit dem wirklichen Willen. Aber wie man die Zeit danach begeht, ist das noch größere Problem. Darf ich mich jetzt belohnen, weil ich fast 9 Kilo abgenommen habe? Will ich jetzt wirklich noch Salattage einlegen – oder noch mehr Kohlsuppe essen? nun habe ich in den letzten Wochen auch nicht auf alle lebenswerten Annehmlichkeiten verzichtet, zum Teil habe ich davon ja auch berichtet. Aber wie geht es weiter? Nach BMI bin ich übrigens immer noch adipös. Es gibt also nur wenig Grund für Belohnungen – die habe ich mir schon im Vorwege genehmigt, sonst hätte ich die Abnehmchallenge ja gar nicht mitgemacht. Ich habe auch noch „Reserven“. Sport habe ich beispielsweise bisher nicht ins Diätprogramm aufgenommen. Das fängt aber an, sobald, Schnee und Eis weg sind. Und ich wäre gerne unter 100 Kilo gekommen. Das wäre natürlich möglich gewesen, aber deutlich härte geworden. Und im Hinterkopf halt immer das Jojo. Also diesmal mit einer etwas weniger aggressiven Methode abgenommen, die aber vielleicht auch etwas alltagstauglicher sein könnte. Damit ich nicht im Sommer oder Herbst wieder beim Ausgangswert bin.
Für mich ist hier also nicht Schluss, es geht nur in eine neue Phase. Der Rückfall lauert jeden Tag aufs Neue. Allen Teilnehmern wünsche ich ein frohes Osterfest und den Willen zum Durchhalten – Eure Gesundheit wird es Euch danken. Jeder, der nur ein bisschen Gewicht verloren hat, geht hier als Gewinner raus. Vielen Dank für eure Unterstützung als Duellpartner! Nun, Ende März ist das Duell beendet. Ein eisiger Wind fegt um die Ecken. Es ist immer noch frostig. Und es lieg immer noch Schnee in rauen Mengen. Wann nimmt der mal ab?

Wie man in mehreren Beiträgen lesen kann, ist das Abnehmen von Montag bis Freitag immer einfacher. Am Wochenende kommen wieder ein paarhundert Gramm dazu. Für die Moral der Teilnehmer könnte es daher durchaus besser sein, wenn der Wiegetag grundsätzlich auf Freitag gelegt wird. Das gitl auch für mich. Vielleicht als Anregung für zukünftige Duelle.

Viele Grüße

Micha

Das war dann mal nicht so dolle …

Nachdem es in den letzten Wochen für mich mit dem Gewicht stetig bergab ging, lief es diesmal nicht ganz so gut. Ich konnte den Heißhunger auf ne King Size Marabou dann doch nicht mehr bekämpfen, verteilte den Genuss aber immerhin auf drei Tage. Das alleine war aber nicht das Problem. Zum anderen wollte das Gewicht auch davor schon einfach nicht sinken. Ohne besondere Sünden. Trotz Selter und Suppe. Hätte wohl doch noch für ein kleines Minus gereicht, aber in der Samstagnacht schleppten mich drei Kumpels in die Goldene Möwe und ich erlag dem Gruppenzwang. Denn da bestellt man sich halt kein Wasser. Vor allem nicht, wenn man vorher drei Stunden bei -5° C durch teils 30 cm hohen Schnee gestapft ist. Die beiden Cheeseburger dürften nicht soo angeschlagen haben, aber die Pommes der halbe Liter schwarzes Zuckerwasser dürfte ihren Teil getan haben. Als am Sonntag bei Kaffee und Kuchen mit den Schwiegereltern meine bessere Hälfte meinte, dass sie in der Mandarinen-Schokoladentorte drei Becher Schlagsahne verarbeitet hätte, blieb mir das zweite Stück fast im Halse stecken. Und in der Summe ging es dann – wenig verwunderlich – mit dem Gewicht etwas nach oben. Es bleiben vier weitere, spartanische Tage um noch einmal unter die 104 Kilo zu kommen. Nochmal die Zähne zusammenbeißen und den zugelegten Ballast wieder abschmeißen.

Von Eis und Schnee und Schweinehunden

DIGITAL CAMERAEs geht uns ja inzwischen wohl fast gehörig auf den Geist: Zumindest hier in meiern Ecke, rund um Lüneburg, liegt jetzt ungefähr seit Mitte Dezember mit nur wenigen Unterbrechungen die weiße Pracht. Wenn man dann, wie ich, jeden morgen ab 06.00 Uhr ca. 90 km gen Norden fahren muss, ist das kein Vergnügen mehr. Wenn die Straßen um die Zeit zum Teil nicht geräumt sind (und das ist kein Vorwurf), hab ich auf den Schnee keine Lust mehr. Wenn man jeden Abend zum Gassi gehen sich wieder dick anpellen muss und in die beißende Kälte stapft, dann hat man nach nun fast vier Monaten Eis, Schnee, Wind und schneidende Kälte einfach die Fresse dick. Früher hab ich mir einfach vorgestellt, da fallen andere Dinge vom Himmel: weiße Schokostückchen vom Himmel. Oder Kokosflocken. Von Makronen. Zuckergusskrümel. Vanilleeiskugeln. Weiße Nippons. Oder … ähm . .. oh .. na, ich glaube, ihr wisst schon. Das sollte ich mir im Moment vielleicht auch nicht erlauben. Besser: Will ich mir nicht erlauben. Ich dürfte mich schon mal belohnen – aber so kurz vor der Zielflagge? Nee, das ziehe ich jetzt durch und dann verwöhne ich mich drei Tage in Marabou-Schoko, Nippons, Kinderriegel und was mir sonst noch quer kommt! Naja, zumindest ein wenig davon, ohne gleich wieder so aufzuquellen wie noch vor drei Monaten.

Planung ist alles!

Schon vor Monaten hatte ich sie mir ausgesucht: Die passende Kleidung. Atmungsaktiv sollte sie sein, wärmend, funktional und natürlich schick sollte sie aussehen. Außerdem ein wenig mein wahres Gewicht kaschieren. Mich nicht behindern, bei dem was ich vorhatte. Hat etwas gedauert, aber schließlich fand ich etwas, dass alles erfüllte und dazu auch noch passte. Ich war zufrieden. Dazu die passenden Schuhe. Trittsicher. Wasserfest., mit griffiger Sohle. Farblich abgestimmt auf die Kleidung natürlich. Ich war sehr zufrieden.
Die Strecke hatte ich vor Wochen schon rausgesucht. Nicht zu lang, und nicht zu kurz. Nicht zu bergig, aber auch nicht zu flach. Auch wenn wir hier im Norden sind, es gibt hier auch Berge. Na gut, jeder der im harz oder weiter südlich lebt, würde dazu Hügel sagen. Für mich ist es ein Berg. Von mir aus, ein flacher Berg. Ihr wisst, was ich meine. Ich war sehr, sehr zufrieden.
Ich hatte die Strecke bereits abgegangen, einige große Steine und Äste beiseite geschafft. Man will ja nicht stolpern. Die Geschwindigkeit war durchgerechnet, der Untergrund geprüft und für gut befunden. Die Schrittzählerapp war installiert, der Pulsmesser justiert, der iPod geladen mit Musik für 3 Stunden. Nicht dass es so lange dauern würde. Da muss man realistisch bleiben. Schließlich stimmte auch das Körpergewicht, um meine maroden Kniegelenke nicht zu überlasten. Man will ja mit 50 kein künstliches Gelenk bekommen. Ich hatte sogar einen Abschiedsbrief geschrieben und mir einen GPS-Sender unter die Haut gepflanzt. Es war alles vorbereitet. Ich war bereit. und äußerst zufrieden.
In der Nacht von Freitag auf Samstag schlief ich sehr unruhig. Würde ich es schaffen – alleine, nur auf mich selbst gestellt? Hatte ich an alles gedacht? Würde vielleicht irgendwas schief gehen?
Irgendwann wachte ich schließlich auf, stolperte ins Bad und machte mich fertig. Ich zog die Laufkleidung an, die Schuhe, rüstete mich mit dem ganzen technischen Schnickschnack aus, druckte mir vorsichtshalber die Laufstrecke aus (Laserdrucker, damit es nicht verschmiert) und deponierte den Abschiedsbrief so, dass er nicht übersehen werden konnte. Dann trat ich vor die Haustür und … Schnee? Mitten im März? Jaaaahhh!!! … äääähhh …. Nnneeeiiinnnn!! Wie konnte das passieren Unmöglich! Jetzt konnte ich ja gar nicht laufen gehen. Die ganze Vorbereitung für den Eimer. Und nun?? Was mache ich denn jetzt mit dem ganzen Zeug?

Schlussspurt

Meine beiden „Joker“ sind verbraucht, also wird es ja mal wieder Zeit für einen Beitrag hier im Blog. Ja, ich bin schon ein wenig stolz. Auf mich.
Am Samstag vor 10 Tagen war großes Boßeln angesagt, anschließend natürlich Grünkohl und Pinkel. Der Sonntag verlief dann naturgemäß etwas ruhiger, aber am Montag war ich dann im Kino (Django Unchained) und habe weder gefärbtes Zuckerwasser (Cola, Orangen- und Mischblubber) noch die Tagesration Kalorien in kleinen Tüten (Schokolinsen, Popcorn usw.) angerührt. Obwohl es davon reichlich gab – die Kinos haben davon so viel, dass sie es sogar an andere verkaufen! ;-) Dann stand am Freitag noch sportliches Bowling mit anschließendem gemütlichen Treffen in einer Kneipe in der Stadt auf dem Plan – und auch dies absolvierte ich mit einem Minus auf der Waage am nächsten Morgen. Okay, der Sonntag bot warme Brötchen, Waffeln und abends Gulasch. Am Ende steht aber trotzdem im vergleich zum Vormontag ein kräftiger Verlust. Und das Essen von Sonntag ist erfahrungsgemäß auch nicht lange auf der Hüfte. Die letzten vier Wochen sind angebrochen – jetzt gilt es!

Magische Grenze?

Der Schein trügt. Zwar geht meine Gewichtskurve in den letzten beiden Wochen wieder leicht nach oben, doch dieser Anstieg trügt über das Gesamtbild. In der vorletzten Woche hatte ich bereits die 108 Kilo unterschritten, bin aber am vorvergangenen Wochenende wieder etwas zurückgefallen. Auch in der vergangenen Woche war ich bereits auf 107,2 Kilo runter. Allerdings war das zum Teil auch einem Wasserverlust geschuldet, den ich erst mal wieder ausgleichen musste. Also diese Woche nun der dritte Versuch, nicht unter die 108 zu kommen, sondern auch dort zu bleiben. Gesündigt habe ich jedenfalls nicht – ich bin auf jeden Fall noch im Rennen!

Abnehmen?

Neulich träumte ich vom Abnehmen. Ich erzählte einem Typen auf der Straße, ich wolle etwas abnehmen. Da könne er mir helfen, meinte er, und zückte ein Messer, um mir mein Geld abzunehmen. Ein Passant kommt vorbei, betrachtet mich und ich sage zu ihm: „Ich wollte abnehmen!“ Er lacht, drückt mir ein Telefon in die Hand (so ein altes Schwarzes  mit gabel und schwerem Hörer wie in den Filmen mit Charly Chaplin und Buster Keaton)  und meinte: „Wenn es klingelt, einfach nur abnehmen!“ Er will sich vor Lachen ausschütten. Bei mir hält sich die Belustigung allerdings in sehr überschaubaren Grenzen. Inzwischen kommt ein Notarzt (wer hat den verständigt?), und erklärt mir, er wolle mir Blut abnehmen – wo ich ja schon dabei sei. Verdammt, was für ein Traum, denke ich im Traum. Im Radio eines vorbeifahrenden Autos höre ich noch kurz etwas davon, dass die Arbeitslosenzahlen erst im Frühjahr wieder abnehmen würden. Verdammt, Ich will doch nur abspecken, Gewicht verlieren, leichter werden! Ich wache schweißgebadet auf – es ist Montagmorgen, 05:00 Uhr.  Ich gehe ins Bad,  stelle mich müde auf  die Waage und betrachte die Zahlen …

Ein Pfund Butter (und ein bisschen)

Meine Tochter hatte Geburtstag. Und die Feier ihres 16. Jahrestages sollte am Freitag laufen. Mit 8 anderen Mädels im gleichen Alter. Und einem Jungen. Auch im gleichen Alter, und nicht der Bruder. Eigentlich war das ganze ja als Outdoorveranstaltung geplant. Doch die angekündigten 15 Grad unter null machten Umplanungen erforderlich. Also sollte es Raclette und ein Videoabend im elterlichen Haus sein. Da stören die Hausmumien (also meine Frau und ich) ja nur und so haben wir uns einen gemütlichen Abend gemacht. Das lecker Ducksteiner vom Fass und die Mantaplatte vor dem Kinobesuch waren im Verlauf der butter_16x9vorangegangenen Woche bereits eingeplant und kompensiert. Auch im Kino habe ich mich wacker geschlagen und allen Versuchungen widerstanden. Allerdings bleiben vom Raclette und vom schwarz bzw. gelb gefärbten Zuckerwasser jede Menge Reste. Und die machten sich dann am Samstag genau an den Stellen breit, die gerade vorher von den anderen kleinen Fettmonstern verlassen wurden. Wenn ich aber auch betrachte, dass ich am Montag noch ein Arbeitsessen beim Griechen hatte (mit Reis und ohne Pommes!), kann ich in der Summe mit dem verlorenen „Stück Butter“ doch ganz zufrieden sein.

Stichtag für den großen Preis …

… Samstag in acht Tagen“. Verkündete früher Loriot alias Wum.

Die erste Woche ist rum, die ersten eigenen Ergebnisse, aber auch die der Mitstreiter stehen fest. Ich für meinen Teil bin recht zufrieden. Hätte aber auch mehr sein können. Nicht nur so als Behauptung, sondern tatsächlich. Noch am Freitag hatte ich ein gutes Kilo weniger Speck auf den Rippen als am Montagmorgen. War für mich jetzt aber auch nicht überraschend. Denn meine „Strategie“ baut sich eigentlich hauptsächlich über die Wochentag von Montag bis Freitag auf. Der Verlauf der Wochenenden ist bei mir für das Abnehmen eher ungeeignet. So ergibt sich für mich bis Freitag häufig ein sehr positives Ergebnis, und danach immer die „Angst“ vor dem Wochenende mit der bangen Frage, wie viel von dem verlorenen Gewicht ich wohl bis zum Montag retten kann. Da kam mir das erste Duell vor zwei Jahren mit dem Freitag als Wiegetag natürlich deutlich mehr entgegen. Aber die Regeln waren klar, und das stehe ich natürlich so durch. Und letztlich ist es auch egal, ob ich am Freitag oder Montag oder sonstwann auf der Waage stehe – das Fett muss runter!