Archiv des Autors: Thomas Jungbluth

Zeit für eine Bilanz

Passend zum Ende der Oster-Challenge hat auch WISO ein Update der Umstellungsbemühungen der Protagonisten seiner Sendung von damals ausgestrahlt, die mich von der 3+1-Methode überzeugt hatte. Interessant: der 3+1-Teilnehmer hat nach anfänglichem Erfolg sogar wieder zugenommen und wiegt jetzt nur noch 5 kg weniger als ganz am Anfang. Meine Vermutung: er hat sich nicht durchgehend dran gehalten und – das sagt er ja sogar in dem Beitrag – während der übrigen Tage mehr als normal gegessen. Dann bleibt unter dem Strich nicht viel an Einsparungspotenzial übrig.

Bei mir war die 3+1-Methode ein echter Erfolg. Zwar kann ich wahrscheinlich die beiden Mitbewerber an der Spitze nicht mehr einholen, doch das interessiert mich eigentlich inzwischen gar nicht mehr. Auch komme ich nicht auf den gleichen spektakulären Wert wie der Mann aus der WISO-Sendung (was ja wie man oben sehen kann auch nicht lange vorhielt). Aber ich bin auf dem besten Weg, mein eigentliches Ziel, nämlich zweistellig, zu erreichen.

Alles was es dazu brauchte, war nur Konsequenz. Bis auf einen einzigen Tag mittags habe ich bisher an keinem der „Plus-Eins-Tage“ (wie ich die Fastentage nenne) feste Nahrung zu mir genommen, und getrunken hab ich auch nur Wasser oder Cola Zero sowie einen Kaffee mit Milch. Dabei hatte ich nie ein Hungergefühl – das hat mich am meisten beeindruckt. Außerdem bewege ich mich seit Anfang März – ebenfalls nur mit kurzen Unterbrechungen so viel, dass möglichst täglich alle drei Bewegungsziele meiner Apple-Watch erreicht werden.

Wir werden sehen. Abgerechnet wird am Freitag…

Sichtbare Erfolge

Zurzeit gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze dieser Challenge, doch davon will ich hier gar nicht schreiben. Tatsache ist, seit einem Jahr habe ich über zehn Kilogramm abgenommen, und das bleibt auch optisch nicht unbemerkt.

Seien wir doch ehrlich: mehr als eine schnöde Zahl schmeichelt uns doch, wenn jemand aus unserer Umgebung sagt: „Hast du abgenommen?“ oder „Das sieht gut aus!“, was mir in letzter Zeit häufiger vorkam.

Ich konnte es selbst kaum glauben, bis ich auf der CeBIT zufällig das gleiche Selfie von mir fotografiert habe wie im letzten Jahr, und ich denke hier sieht man es – weniger im unteren Bereich als vor allen Dingen am Gesicht.

Jeden. verdammten. Tag.

Mit 105 gewogenen Kilos heute früh (-6,2 seit Start) bin ich auf einem guten Weg nach unten, auch wenn die 3+1-Methode immer noch mentale Stärke verlangt. Egal, mehr als die Hälfte der Zeit ist um, und es gilt „eine Schippe drauf zu legen“ – mit der #dontbreakthechain-Methode.

Genauere Infos findet man bei meinem Kollegen Volker Weber – der benutzt nur seine Apple Watch und hat als Ziel, jeden Tag die drei Bewegungsziele (600 Kalorien Bewegung, 30 Minuten sportliche Betätigung, 12 x Aufstehen) zu erreichen. Ohne Ausnahme. Damit die Kette der guten Taten nicht abreist. In einem seiner Postings ist sogar ein Video, warum es gut ist, sich jeden Tag mindestens 30 Minuten zu bewegen.

Die Bewegung ist dabei kein Joggen, kein Radfahren, kein Fitnessstudio, sondern einfaches Gehen. Jawohl. Es ist die natürlichste Bewegung, steckt uns im Blut und erfordert keine Mühe außer dem Erheben aus dem Stuhl und dem Verlassen des Hauses.

Und „keine Zeit“ ist eine billige Ausrede. Ich erreiche mein Ziel, indem ich Wege, die ich sonst mit dem Auto erledigte, zu Fuß gehe. Oder indem ich mein Auto von der Stelle wo ich hin muss, weiter weg parke, so dass ich mindestens 15 Minuten laufen muss, um zum Ziel zu gelangen.

Es geht noch härter

Kaum beschäftigt man sich mit einer Sache, schon poppen von überall Berichte und Websites darüber auf – das gilt vor allem für mein „Intermittierendes Fasten“, also die 3+1-Methode. Heute habe ich tatsächlich jemand gefunden, der das ganze noch eine Stufe „härter“ durchzieht, nämlich „echtes“ FdH, also jeden zweiten Tag aussetzt – und es geht ihm sogar gut dabei.

Ich bleibe vorerst bei „3+1“, zumindest bis zum Ende dieser Tour, und die Ergebnisse lassen mich nicht an der Wirklichkeit zweifeln: nach dem letzten „+1“-Tag lag ich bei 106 (aber da das Freitagsgewicht zählt, habe ich das eingetragen). Es bleibt spannend, denn die Mitbewerber sind auch erfolgreich, mit welcher Methode auch immer.

DVG

Zu den ältesten „Diäten“ gehört FdH – Friss die Hälfte, hat bestimmt jeder schon einmal gehört. Idee dahinter ist, von allem nur eine halbe Portion zu essen. Jeder, der das schon mal probiert hat, weiß wie erfolgreich solche Maßnahmen sind – nämlich überhaupt nicht. Bei der 3+1-Methode, die ich zurzeit praktiziere, gilt DVG: drei Viertel genügen.

Und das tun sie in der Tat. Der Kampf am „+1“-Tag ist eher einer gegen die eigenen Gedanken als gegen ein Hungergefühl, das ist nämlich bisher an keinem der Tage vorhanden gewesen. Also lenkt man sich ab, und wenn es einmal besonders hart ist: morgen ist alles wieder normal.

In Wellen abwärts

Die 3+1-Methode läuft, auch wenn es schwer fällt, sich jeden vierten Tag jegliche Form fester Nahrung zu enthalten. Im Augenblick ist es keine reine Wasser-Diät, da schleicht sich hier und da noch Cola Zero ein. Insgesamt fällt mir das aber leichter, als zum Schluss vorher abends immer die gleiche Nahrung zu mir nehmen zu müssen. Und wenn gar nichts hilft, dann der Gedanke: „Morgen darfst du wieder!“

Die Gewichtsabnahme erfolgt nicht stetig, sondern wellenförmig: Nach einem „+1-Tag“ (gestern, Mittwoch) ist es meist niedriger (107 kg, heute früh gewogen) als am „+1-Tag“ davor (Samstag, Sonntagsgewicht 108,1kg – inoffizielle Werte, in die Tabelle kommt das frühestens nächste Woche, da ist nämlich der Donnerstag dran). Nach den drei Tagen dazwischen geht es morgens jeweils leicht aufwärts (zuletzt bis 110 kg). Eine echte Abnahme ist das also nicht, denn drei Kilo können nur Flüssigkeit sein.

Es ist trotzdem keine gute Idee, an den anderen Tagen maßlos zu schlemmen, sondern man sollte auch hier auf die grundsätzliche Linie einlassen: keine Süßigkeiten, abends möglichst wenig Kohlenhydrate etc.

Neues Spiel, neue Methode

perfectdiet

Im letzten Durchgang (die älteren werden sich erinnern) war ich mit der Almased-Methode (abends nur einen Drink) recht erfolgreich, auch wenn es für den Sieg am Ende nicht reichte (Glückwunsch an den Squashmaster!). Doch am Freitag geht es in die nächste Runde, und da werde ich eine andere Methode ausprobieren: 3+1

Zufällig heute abend bei WISO hat damit ein Mann in 10 Wochen 9 kg abnehmen können. Und es handelt sich dabei nicht um eine Diät, sondern eine Ernährungsumstellung. Ich nehme das auf und probiere es bis Ostern aus: an drei Tagen normal essen, am vierten nur Wasser trinken.

Das ergibt rechnerisch vier Tage, die Woche hat aber sieben. Nun wird der Fastentag also munter wandern, doch dem sehe ich gelassen entgegen. Bis auf die CeBIT habe ich keine großartigen gesellschaftlichen Ereignisse, und Karneval geht mir am Arm vorbei. Nach Ostern werde ich vielleicht auf 6+1 zurückfahren, aber das sehen wir, wenn der Hase da war.

Das ganze werde ich natürlich mit positiven Erkenntnissen aus früheren Umstellungen kombinieren: weiterhin so wenig Zucker wie möglich und abends wenn es geht auch keine Kohlenhydrate (aber auch kein Pulver, wenn die Dose leer ist, die ich hier noch stehen hab).

Denn zum Schluss noch ein Fazit: Almased war ok, doch über die lange Zeit hab ich mich auch daran leid gegessen. Vielleicht hätte ich es ändern können, wenn ich ein anderes Pulver im Wechsel nehme. Es war für den ersten Weg nach unten gut und ich bereue es nichts, aber auf Dauer nichts, was ich empfehlen würde. Nun denn, schauen wir, wie die 3+1-Methode wirkt.

Risiken und Nebenwirkungen

Weiterhin bei 110,3 kg – und inzwischen sogar an erster Stelle im Vergleich (mal sehen, wie lange das vorhält). Inzwischen machen sich Nebenwirkungen der Gewichtsreduktion bemerkbar – durchaus positive:

  • Ich bin nicht mehr so müde. Früher™ brauchte ich Mittags einen Powernap, um den Nachmittag zu überstehen, wenn ich morgens unterwegs war. Das ist nicht mehr erforderlich.
  • Morgens und mittags kann ich essen, was ich möchte, ohne Kalorienzählen.
  • Trotzdem achte ich auch hier auf einigermaßen ordentliche Zutaten.
  • Und wenn ich zwischendurch einmal nachmittags Kuchen esse oder sogar einmal Fastfood, lasse ich abends die Ration sogar ganz weg, ohne Hungergefühl.
  • Es sollte nur nicht zur Regel werden. Ausnahmen höchstens ein- oder zwei Mal pro Woche.
  • Mein Appetit auf Süßes ist fast auf Null zurück. Ich komme ohne Adventskalender aus.
  • Ich muss aber nach wie vor gezielt einkaufen und einfach gar nicht erst holen, was mich vom Weg abbringen würde. Doch eine Qual ist das nicht für mich. Ich muss nur da durch.

Doch davon reden ja auch die Experten, wenn sie Ratschläge für eine Ernährungsumstellung geben. Bewusster Essen.

Almased und die Folgen

Inzwischen bin ich dazu gekommen, mir die Könnes-kämpft-Sendung anzusehen. Interessante Infos, aber dieses Spiegel-TV-Getue (wir kommen an den Almased-Cheffe nicht ran, also fragen wir die Nachbarn) ging mir auf die Nerven. Interessanterweise gewann trotzdem der Mensch mit der Almased-Kur den internen Vergleich. Und das Fazit ganz zum Schluss (&tldnr; Macht doch was ihr wollt) war ja wohl kontraproduktiv zur ganzen Sendung. Denn den einen hat seine Zuckerkrankheit erwischt und auch dem Tüpen, der außer der Reihe mitmachte, tat sein geringeres Gewicht offensichtlich ganz gut.

Meine Almased-Ernährung (abends nehme ich einen Almased-Drink zu mir) geht jetzt in die fünfte Woche. Inzwischen lasse ich das Öl weg und es bekommt mir besser – da ich morgens und mittags normal esse, glaube ich nicht, dass ich dadurch auf Dauer an Mangelerscheinungen leiden werde. Nach einigen Plateauphasen ging es inzwischen auch wieder abwärts (110,3 kg). Aber das ist zurzeit noch nichts besonderes – been there, done that – interessant wird es für mich erst unterhalb der 110-kg-Marke, die ich in den ganzen Jahren, die ich hier schon mitmache, nur einmal unterschritt.

Die TV-Sendung und eigene Erfahrungen beweisen eines: egal, welche Form des Abnehmens man wählt, das wichtigste ist das eigene Durchhaltevermögen.

Könnes kämpfte – und ich auch…

In der letzten Woche lief auf WDR ein TV-Bericht über Diäten, den ich mir noch in der Mediathek ansehen werde. Hier ist eine Kritik von Fettlogik-Autorin „Erzählmirnix“.

Ich mache weiterhin meine Almased-Umstellung, und das ist nicht immer einfach. Das hat nichts mit dem Produkt zu tun, sondern mit meinen alten Gewohnheiten, die ich immerhin schon seit über fünfzig Jahren pflege.

Auf der anderen Seite stelle ich aber schon ab und zu Effekte fest, über die ich meist wenig lese: so hab ich mich fast vollständig von süßen Dingen entwöhnt – Kekse, Schokolade, Gummibärchen locken mich gar nicht mehr, ebensowenig wie sonstiges „Essen außer der Reihe“. Ernährung ist, da bin ich inzwischen von überzeugt, auf jeden Fall auch eine Kopfsache. Man entwickelt mit der Zeit eine „sensorische Intelligenz“, so hat Professor Strunz das mal genannt.

Und es lohnt sich: zurzeit liegt mein Gewicht bei 111,9 kg und blieb in den Tagen zuvor auch stabil. Dass es eher langsam abwärts geht, finde ich gar nicht schlimm. Es bleibt auf jeden Fall spannend, vor allem weil es jetzt in die nicht gerade reizarme Weihnachtszeit geht…

Dick sein ist (mal wieder) nicht ungefährlich

Heute in der Ärztezeitung auf folgenden Beitrag gestoßen: Weniger Kilos, weniger Krebsrisiko. Ein ernster Artikel basierend auf mehr als 1000 Studien, die ausgewertet wurden. Einige Fachbegriffe wird man als Nichtmediziner vielleicht nachschlagen müssen. Eines ist aber klar: ein niedrigeres Gewicht ist nicht allein für ein besseres Körpergefühl sinnvoll.

Die halbe Diät

Im Winterteil dieser Challenge wähle ich einen atemberaubenden noch nie dagewesenen Ansatz: ich ersetze eine Mahlzeit durch Almased. Jawohl, das ist ein Pulver, das man mit 200 ml Milch (1,5%) und 100 ml Wasser, ergänzt durch 6 g Leinöl, ansetzt und kräftig schüttelt. Ein passender Becher war im „Starterset“ aus der Apotheke (Preis: 32 Euro) direkt dabei.

Der Geschmack ist ok, nicht aufdringlich nach Vanille, Erdbeer, Schoko oder Leberwurst – das war mir wichtig. Eine halbe (oder eigentlich sogar nur Drittel-)Diät ist es, weil man laut Empfehlung zwei oder anfangs gar drei Mahlzeiten ersetzen soll. So gut das auch schmeckt, das mache ich nicht. Außerdem behalte ich mir vor, an bestimmten Tagen auszusetzen. Wenn es dadurch etwas länger dauert, dann sei es eben so.

Kurioserweise hatte ich am Montag noch 115,3 kg auf der Waage, und am Dienstag nur noch 113,9 kg – also nur eine Portion hatte offenbar schon eine enorme Wirkung, und ich kann mir ausrechnen, wann ich ganz verschwunden bin… Ernsthaft, das sind alles inoffizielle Werte, morgen werde ich die offizielle Zahl für diese Woche eintragen, nach drei Tagen.

Neues Spiel, neues Glück

Naja, mit Glück hat das nichts zu tun, ist mit Recht zu sagen. Sondern mit Disziplin. Oder? Welche Eigenschaft bestimmt den Verlauf einer Gewichtsabnahme? Es ist die große Schwester der Disziplin, die Ausdauer. Als Antwort auf eines meiner Postings vom letzten Mal sagte einer: man muss die Maßnahmen in den Alltag integrieren. Vielleicht ist ein Ziel gut, ein Plan besser , doch das einfach machen (einfach lassen) am besten. Wir werden sehen.

Nullsummenspiel

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Und schon ist die lange Zeit wieder vorbei, und bei mir hat sich zwar einiges getan, doch nichts in Richtung Ziel (tatsächlich ist das Endgewicht gleich dem Einstandsgewicht dieser Runde). Was war los?

Nun, es reicht nicht ein Ziel zu haben ohne einen Plan („Russen gehen nicht mal auf die Toilette ohne einen Plan“ – aus Jagd auf Roter Oktober).

Ohne Plan sind Ziele nur Tagträume, hat ein Mensch mal gesagt, und das kann ich bestätigen. Insofern hoffe ich, wir machen bald weiter Richtung Herbst, mit Plan, damit ich endlich mal mein Geld wieder holen kann. Solange gratuliere ich dem Sieger und wünsche viel Spaß mit dem verdienten Gewinn.

Zum Schluss noch ein aktueller Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger, der allen Zweitplatzierten etwas Mut geben könnte…

Die CeBIT und das Essen…

Stand: 110,8 kg – minus 1,6 kg, und das trotz der CeBIT, bei der die Nahrungsaufnahme keinen festen Regeln folgt, vor allem das „abends keine Kohlenhydrate“ war schwierig…

Dafür bin ich auf dieser Messe so viel gelaufen wie noch nie zuvor (gestern knapp 12.000 Schritte). Das lag auch daran, dass die Presse-Shuttles nur sehr unregelmäßig fuhren, war mir aber nicht unrecht, denn das Wetter war ok (erster und zweiter Tag sonnig, dritter bedeckt, aber kein Regen).