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Dick sein ist (mal wieder) nicht ungefährlich

Heute in der Ärztezeitung auf folgenden Beitrag gestoßen: Weniger Kilos, weniger Krebsrisiko. Ein ernster Artikel basierend auf mehr als 1000 Studien, die ausgewertet wurden. Einige Fachbegriffe wird man als Nichtmediziner vielleicht nachschlagen müssen. Eines ist aber klar: ein niedrigeres Gewicht ist nicht allein für ein besseres Körpergefühl sinnvoll.

War es jemals spannender?

Spannend! Nicht meine Hosen, denn die sind so langsam eher zu weit als zu eng, nachdem ich seit Beginn des Duells fast 15 kg Gewicht abgenommen habe. Aber um so spannender scheint sich das Finale des Sommer-Duells zu entwickeln, wie Squashmaster bereits schrieb.  Er und ich liegen derzeit Kopf-an-Kopf. Nur noch zwei mal wird gewogen, und vor mir liegen Wochenenden mit Einladungen und anderen „Verlockungen“. Es wird also nicht einfacher auf den letzten Metern.

Doch persönlich sehe ich mich jetzt schon als Gewinner. Nicht des Duells, aber was ich alleine durch den Abbau der ersten 15 kg Übergewicht bisher an Lebensqualität gewonnen habe, motiviert mich unglaublich, diesen Weg weiter zu gehen.

„Neuer“ Body Mass Index

Ein Mathematik-Professor aus Oxford hat eine neue Formel zur Bestimmung des Body Mass Index (BMI) postuliert, die seiner Meinung nach besser darstellt, dass wir nicht in einer zweidimensionalen Welt leben. Gerade für besonders große oder besonders kleine Menschen hat diese neue Formel imposante Auswirkungen. So läge ich mit meinen 1,91 Metern Körpergröße nach der neuen Formel derzeit (Stand: heute morgen) nur noch knapp 1,8 kg im adipösen Bereich, nach der alten Formel müsste ich noch mehr als 7 kg abspecken, um von der Adipositas ins Übergewicht zu rutschen.
Bildschirmfoto 2015-08-12 um 14.36.43(Neuen BMI selbst berechnen)

Der Schöpfer dieser neuen Formel, Professor L N Trefethen, betont allerdings auch, kein Mediziner oder Epidemologe zu sein und sein neuer Rechenweg keine Verbesserung sein muss, möchte aber angesichts des weltweit zunehmenden (pun intended) Adipositas-Problems  eine sachliche Diskussion starten, wenn die Bewertung vorwiegend auf einem einzigen Zahlenwert (dem BMI) erfolgen soll.

Da mein Ziel nicht damit erreicht sein wird, endlich wieder „nur“ übergewichtig statt adipös zu sein, hat die neue Formel für mich auch nur bedingt Aussagekraft, aber einen kleinen zusätzlichen Motivationsschub hat mir diese Meldung dennoch gegeben. Wie schneidet Ihr mit dem neuen BMI ab? Besser, schlechter oder gleich?

108 Kilo!

Das Abnehmduell hatte ich mir für mich erfolgreicher vorgestellt. Motiviert wollte ich nach Vorne preschen. Sport treiben. Abnehmen. Schauen, wie der Balken nach unten führt!

Was passiert? Wenig. Wochenlanger Sportausfall wegen des Sprunggelenks. Als es endlich wieder geht ein wunderbarer Magen-Darm-Infekt. Direkt danach ein Hexenschuss, der so langsam abflaut und mich vier Tage in die Liegeposition geführt hat, aus der ich jetzt langsam wieder empor komme. Was kommt wohl als nächstes? ;)

Somit kann ich Erfolg vermelden: Ich habe meine Amazon Prime-Watchlist stark dezimieren können!

Mein Gewicht verbleibt dagegen auf der 110-Kilo-Marke und ist jetzt, an diesem Wiegetag, nur zufällig bei 108 Kilo angekommen, weil ich das Abendessen ausfallen ließ. Aber, hey, 108! :)

Da freut sich auch WiThings:

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Nur um mich Sekunden später wieder zu maßregeln:

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Zahlen und Ziele

Aktueller Wert: 109,8 kg – minus 100 g seit letzter Woche – tatsächlich, mehrmals gewogen.

Letzte Woche war ja bei mir und anderen von UHUZE oder #uhuz die Rede, und deswegen vleicht ein paar Gedanken dazu, wo ich eigentlich hinmöchte und WARUM. Der BMI von mir ist wie bei vielen anderen jenseits von Wasser und Seife, doch das interessiert mich herzlich wenig. Ich sehe diese Zahl ein wenig als „Bescheuertes Marketing-Instrument“ der Diätindustrie, und wenn es so weiter geht, werden auch die Krankenkassen diesen Faktor zur Beitragskalkulation benutzen – ob das sinnvoll ist oder nicht.

Mir kommt es eher auf das „Wohlfühlgewicht“ an, wobei natürlich auch das eine Erfindung der Marketing-Experten ist. Ich definiere es eher als das Gewicht, bei dem ich mich gut fühle und alles machen kann, ohne Schmerzen, ohne das Gefühl, erst mal den „Kasten Wasser zusätzlich“ irgendwo hinwuchten zu müssen. Und da ist bei #uhuz noch lange nicht Schluss. Und auch bei #uhu nicht. Zielgewicht ist für mich weniger als 90 kg. Das muss ich noch nicht mal in der Zeit hier erreichen – Hauptsache, der Weg geht abwärts, auch wenn es nur 100-Gramm-Schritte sind.

Der Geist ist willig, aber…

EIGENTLICH wollte ich ja richtig durchstarten und Ungesundes – zumindest kurzfristig – aus meinem Leben verbannen. Ich wollte Punkte zählen und Schritte auch. An manchen Tagen die Kohlehydrate weglassen und den Zucker sowieso. Viel selber kochen und dabei lokalem Gemüse den Vorzug geben. Und, und und. Aber…

Tolle Aussicht von der Glessener Höhe.

Tolle Aussicht von der Glessener Höhe.

… der Körper ist schwach.

Die Wahrheit sieht im Moment etwas anders aus. Ich arbeite 9 to 6 und falle abends ausgelaugt aufs Sofa. Große Lust zu kochen habe ich dann natürlich nicht mehr. Und die Sache mit dem Zucker weglassen habe ich für die aktuelle Woche auch erst mal auf Eis (am liebsten mit Sahne *g) gelegt.

Unser Gemüsegärtchen

Unser Gemüsegärtchen

Aber der Sache mit der Bewegung, der bleibe ich grob treu. Zwar nicht täglich, aber immer mal wieder. Gemütlich 13 km Geocaching auf der Glessener Höhe, eine Runde Kamibo im Fitnesstudio oder 5 km Walken (zusammen mit den Mädels vom X-Mas Cookies Club Cologne… die anderen Teilnehmer sind übrigens alle gelaufen *g) beim Kölner Leselauf. Am kommenden Wochenende geht es auf den B*A*S*E (Bike and Seek Event) zum Radelcachen und am nächsten Tag die 60 km zurück von Kaldenkirchen nach Rommerskirchen – natürlich mit dem Rad. Ach ja – unser Gemüsegärtchen haben wir auch eingeweiht – und nach dem Leselauf ging es am Sonntag noch zwei Stunden zum Unkraut jäten und säen ins Beet. Bald kommt aus diesem Gärtchen das wunderbare und gesunde Demeter Gemüse, das wir nur noch essen :-).

Es bleibt also spannend auf der Waage :-) Letzte Woche hatte ich mit 1,1 kg ein gutes Minus – ich persönlich glaube ja, dass es noch die 24-Stunden-Wanderung war, die nachwirkt. Wir werden sehen. Stay tuned!

laufend abnehmen

Auf  dem Laufen-total-Blog gibt es eine, zum jährlich wiederkehrenden „Guter-Vorsatz“-Ritual, Zusammenfassung, was denn der ideale Weg zum Abnehmen ist (ich zitiere hier einfach mal ganz frech den Heiko):

  • Statt den Aufzug im Büro oder in Einkaufsmärkten doch lieber die Treppe nutzen.
  • Kleine Erledigungen nicht mit dem Auto, sondern per Fahrrad oder zu Fuß bestreiten.
  • In der Arbeitspause mal eine kleine Runde spazieren oder mit dem Rad fahren.
  • Den Weg zur und von der Arbeit mit dem Fahrrad oder zu Fuß antreten.
  • Mit den eigenen Kindern oder Enkeln aktiv spielen [..].
  • Statt des Kuchens macht es am Nachmittag auch ein Apfel oder ein leckerer Obstsalat.

Zusammengefasst also: Hintern hoch kriegen und nicht so viel süßen Kram in sich reinschaufeln. Das wird übrigens meine Methode beim Karfreitags-Abnehmduell sein um da wieder zu so etwas wie einer Form zu kommen. Und vielleicht ist da ja auch was für den ein oder anderen Leser hier dabei…

Ein Jojo!

Letztes Jahr hatte ich ja angefangen Sport zu machen — und dabei sonst nicht so viel geändert. Das klappte erst ganz gut, und ich fühlte mich so auch wirklich besser. Dann habe ich mir allerdings bei einem blöden Sturz in der Küche (ausgerutscht auf einer heruntergefallenen Mottenfalle, die sich sofort unter meinem Schuh festklebte) das Knie „verletzt“. Das hielt mich eigentlich nur kurz von meinem Training ab, aber ich kam danach nicht mehr wieder richtig rein. Gleichzeitig hatte sich meine Ernährung dem gesteigerten Energiebedarf angepasst (doof, ich weiß) und so ging es mit dem Gewicht wieder bergauf. Versuche, das Trainingspensum wieder passend anzuheben, scheiterten ebenfalls.

Und so sah er dann aus, der ausgewachsene Jojo-Effekt:

Erst runter und dann wieder rauf

Es musste etwas passieren…

(to be continued)

miese Woche

Auch wenn die Waage etwas anderes zu behaupten scheint, war dies so in etwa die schlimmste Woche meines Lebens. Ok um ehrlich zu sein war sie nur deswegen die schlimmste, weil sie für jemanden der mir sehr lieb ist die wirklich allerschlimmste ihres bisher noch kurzen Lebens war.

Meine kleinste Tochter hat sich ziemlich böse an der Hand verletzt und „darf“ nun einen mehrwöchigen Aufenthalt in einer Klinik verbringen. Der Unfall geschah zu allem Übel auch noch mit einem Laufband. Da war dann die kindliche Neugier einfach zu groß und die Verkettung der Umstände einfach zu unglücklich. Die Beteiligung eines Laufbandes dürfte aber zumindest als Sportunfall zählen. Oder?

Auf jeden Fall hieß das nun tägliche mehrstündige Aufenthalte im Krankenhaus mit Bespaßung, trösten und betreuen der armen Maus. Was dabei vollkommen ins Hintertreffen geriet waren die Sporteinheiten. Auch die Mahlzeiten beschränkten sich aufs nötigste. Und, Asche auf mein Haupt, genascht wurde auch. Wenn die Kleine einen freimütig und großzügig mit ihren Leckerlies füttert, mag man in so einer Situation auch nicht nein sagen. Die Große ist da Konsequenter: „Papa! Willst du wieder dick werden!?“ bekomme ich zu hören, sobald ich auch nur eine Andeutung in die Richtung mache etwas von ihrem Süßkram abhaben zu wollen :-) .

Fastenzeit – Entscheidungsfindung

Heute ist Aschermittwoch. Der Tag nach dem, bis Ostern, nach alten, traditionellen Überlieferungen gefastet wird. Eigentlich ist die Fastenzeit eine christliche, religiöse Angelegenheit. Doch auch ohne einer bestimmten Religion anzugehören und auch als Atheist und Agnostiker kann man Fasten. Auch viele andere Religionen kennen so etwas wie Fasten. Im Islam ist es der Ramadan, Im Judentum gibt es eine Reihe von Feiertagen an denen gefastet wird. Die Orthodoxe Kirche hat einen strengen Speiseplan, der allerdings in verschieden schweren/strengen Abstufungen eingehalten werden soll. Und sogar die Anhänger des fliegenden Spaghettimonsters können und müssen strenge Regeln beim Fasten einhalten  (ein extrem einseitiger Speiseplan, der ausschließlich aus Ramen besteht).

Aber kommen wir mal zu den in unseren Breitengraden üblicheren Gebräuchen. So verbringen die Katholiken die Fastenzeit eher mit der Zuführung spezieller Speisen bzw. dem Verzicht auf bestimmte. Traditionell sind das Fleisch, Milch, Wein und Eier (das ist auch der wahre Grund für die vielen bunten Eier an Ostern). Vor allem Fleisch ist aber auch heute noch einer der Hauptpunkte. Allerdings benennt die katholische Kirche auch andere Möglichkeiten, für diejenigen, für die Fleischverzicht keine wirkliche Einschränkung wäre oder selbiges aus anderen Gründen zu sich nehmen müssen/wollen.

Die Evangelische Kirche hält von diesen, in Ihren Augen unsinnigen Regeln seit je her nicht all zu viel:

„Ich will jetzt davon schweigen, dass manche so fasten, dass sie sich dennoch vollsaufen; dass manche so reichlich mit Fischen und anderen Speisen fasten, dass sie mit Fleisch, Eiern und Butter dem Fasten viel näher kämen … Wenn nun jemand fände, dass auf Fische hin sich mehr Mutwillen regte in seinem Fleisch als auf Eier und Fleisch hin, so soll er Fleisch und nicht Eier essen. Andererseits, wenn er fände, dass ihm vom Fasten der Kopf wüst und toll oder der Leib und der Magen verderbt würde […], so soll er das Fasten ganz gehen lassen und essen, schlafen, müßig gehen, so viel ihm zur Gesundheit nötig ist.“ (Martin Luther, Sermon von den guten Werken, 1520, Quelle: wikipedia)

Also auch nicht das Wahre. So empfiehlt die evangelische Kirche zwar ebenfalls den Verzicht, allerdings eher auf etwas persönlich lieb gewonnenes. So wird der Verzicht auf Alkohol, Zigaretten, Fernsehen, u.s.w. empfohlen. Natürlich nicht alles auf einmal, aber doch etwas was eine persönliche Einschränkung bedeutet. Um dies in den Modernen Zeiten angepasst zu unterstützen, hat die evangelische Kirche die Aktion „7 Wochen ohne“ seit einigen Jahren jedes Jahr zur Fastenzeit ausgerufen. Und jedes Jahr unter einem anderen Motto. Allerdings ist das diesjährige Motto nicht wirklich hilfreich: „Gut genug. Sieben Wochen ohne falschen Ehrgeiz“.

Kurz und gut, ich würde ja sogar Fasten, weiß aber immer noch nicht auf was ich verzichten sollte. Die Klassiker wie Alkohol und Zigaretten sind uninteressant, da ich weder trinke noch rauche. Eier und Geflügelfleisch sind wichtige Eiweißlieferanten in meinem Speiseplan… Am ehesten wäre noch rotes Fleisch auf der Liste der Produkte auf die verzichtet werden könnte. Verzicht auf weltliches wäre eine ebenfalls oft genannte Möglichkeit. Aber was? Fernsehen wäre kaum eine wirkliche Einschränkung (ich habe einen Festplattenrekorder für die Hand voll wirklich wichtiger Sendungen ;-)). Internet ist nicht möglich, da ich damit mein Geld verdiene. Auto funktioniert nur im urbanen Umfeld, aber nicht hier auf dem Dorf.

Am besten ich verzichte einfach auf das Fasten selbst und mache es wie die Buddhisten die die Askese strikt ablehnen :-).

Aber sagt doch einfach mal selbst, ob und wie ihr fastet. Und vor allem auch warum.

 

Schlank durch Krank*

Scheint wohl der neue Trend in dieser Saison zu werden: „Abnehmen durch virale Infekte“. Nach dem multanfix mit seiner Noro-Diät ganze 5kg abgenommen hat und Micha, einer meiner direkten Duellanten versucht hat es ihm nachzumachen, geh auch ich nun gezwungenermaßen diesen Weg. Abnehmen durch Faul auf der Couch rum liegen, Kekse und Salzstangen futtern und ab und an ein bisschen Suppe, dazu viel Tee und es kann los gehen mit dem Funde purzeln lassen. Das Problem ist, dass die Viren irgendwann wieder weg sind (bei mir meist schon nach knapp 3 Tagen) und dann das körpereigene Programm auf „Wiederauffüllen“ gestellt ist. Das gilt es auszutricksen um die Verluste von der Couch nicht wieder kaputt zu machen. Also mal schauen, wie viel ich da bis Freitag noch halten kann. Bis dahin also erst mal abwarten und (Erkältungs-)Tee trinken.

*(jaja ich weiß: Reim dir oder ick fress dir :-) )

Chinesische Faltenhunde – oder die Folgen erfolgreicher Gewichtsreduktion

Abnehmen, Gewicht reduzieren, Fitness aufbauen, Schlank werden… all das ist Ziel dieses Blogs (und vor allem seiner Teilnehmer). Aber einige werden mit Sicherheit auch weitere, eher optische Ziele im Auge haben. Und sei es der Auftritt in Bikini oder Badehose am Baggersee oder Ostseestrand im August.

Faltenwurf

Faltenwurf (CC-BY jremsikjr)

Doch wenn man von einem sehr gut gepolsterten Startplatz diese Ziele anzusteuern versucht, wird man neben den vielen Erfolgserlebnissen auch das ein oder andere neue Problem dazu bekommen.

Ein Problem, dass mich derzeit etwas quält, ist dass ich nicht nur aus meinen Klamotten heraus gewachsen bin (immerhin zwei Xe weniger), sondern anscheinend auch aus meiner eigenen Haut. FrüherTM war nicht nur alles besser, sondern auch gut „unterfüttert“. Falten waren da eigentlich nie ein Problem. Doch jetzt, wo der Dämmstoff (ja, ich habe nun auch ganz schnell kalte Finger und Füße und friere überhaupt viel schneller) fehlt, zeigen sich die Alterungserscheinungen langsam aber sicher an allen möglichen (und unmöglichen) Körperstellen. Besonders schlimm  ist es jedoch am Bauch und Oberkörper (Oberarme und Oberschenkel gehen grad noch so…).

Der Faltenwurf ist aus meiner Sicht nicht nur unschöner als der vorher vor mir her geschobene Bauch (und der war schon… Naja…), sondern sie werfen auch mittlerweile Probleme auf, denen auch mit viel Pflege (Cremen, trocken halten,…) langsam aber sicher nicht mehr beizukommen sind. Spätestens nach dem Training sind sämtliche Pflegemaßnahmen wieder hinfällig und es fängt an unerträglich zu werden (wer sich vom Begriff „sich einen Wolf laufen“ eine Vorstellung machen kann, kennt das). Die Konsequenz das Training sein zu lassen will ich aber nicht ziehen.

Ehrlich gesagt, hätte ich bei Beginn dieses „Totalumbaus“ meiner Selbst, nie geglaubt, dass mich so etwas dann doch so quälen könnte. Ich dürfte mit diesem Problem aber mit Sicherheit nicht alleine sein. Also sagt doch bitte: wie geht ihr mit diesem (Luxus-)“Problem“ um?

5,5 Kilo dank Noro-Diät

Dachte ich am Freitag morgen noch, das mein Ziel sein muss heute morgen unter 110 zu landen, woran ich ernsthafte Zweifel hatte, kam dann am Wochenende doch alles anders.

Verbracht habe ich das Wochenende in Graal Müritz an der Ostsee. Als Skatspieler stand die jährliche Ausfahrt mit den Wandsbecker Zockern an.

Ein verlockendes Angebot eines Hotels vor Ort, mit reichlich leckerem Essen, hat uns dorthin verschlagen. Beste Vorraussetzungen also mein eigentliches Ziel zu verfehlen.

Leider wurde der Aufenhalt dann aber doch nicht so nett (wobei ich Freitag abend noch mit essen war, und es wirklich sehr lecker war), so das ich dann danach, danke des Norovirus, einfach mal 24 Stunden auf dem Zimmer geblieben bin.

Die Folge sieht man auf der Waage.

Da ich nun eigentlich schon beim Zielgewicht von in 5-6 Wochen angekommen bin, werde ich nun erstmal zusehen, dass ich mein Gewicht 1-2 Wochen halte um dann weiter zu machen.

Die Richtung stimmt

Als ich heute morgen auf die Waage stieg befürchtete ich Schlimmes. Denn auch wenn die vergangene Woche zumindest in Sachen Ernährung relativ kontrolliert über die Bühne ging – so war da dieser gemeine Freitag. Grillabend hier im Haus. Böse Falle, ganz böse Falle, denn es war ja wieder alles lecker. Daher hatte ich schon die Ahnung, nichts geschafft zu haben. Um so angenehmer wurde ich dann heute Morgen überrascht.

Zugegeben, ich bin in doppelter Hinsicht froh darüber. Denn für mich bedeutet die Abnehmerei doch Einiges. Alleine gesundheitlich und da lasse ich mal die ganzen Dinge wie Organisches außen vor. Ende ’94 hatte ich einen schweren Motorradunfall (und seither eine Abneigung gegen VW Golf ;-) ), den ich nicht ganz unbeschadet überstanden habe und seither eine bleibende Erinnerung habe. Und zwar blöderweise an einer Stelle, wo das ganze Körpergewicht drauf lastet, nämlich Fußgelenk links. Seither ist es mit langen Spaziergängen eher Essig, aber es gibt Momente, wo ich auf meine Füße angewiesen bin.

So auch gestern. Da lief hier die Veranstaltung „Rendsburg macht mobil“, eine klasse Gelegenheit für einen Fotografen wie meinereiner, sein Archiv mit Bildern vom Stadtfest zu erweitern. Achso, heutzutage heißt das glaube ich „pimpen“ :-D . Wie dem auch sei, den ganzen Tag auf den Beinen hat sich bemerkbar gemacht und gestern Abend war ich am Ende. Und heute morgen ist mir dann bewusst geworden, dass in knapp vier Wochen ein einwöchiger Messemarathon auf mich wartet und ich ernsthaft am überlegen bin, meine Krücken die ich noch von damals habe, sicherheitshalber einzupacken. Daher bin ich um jedes Kilo froh, dass ich bis dahin noch verlieren kann. Eben noch war der Juni und die Messe so weit weg, und jetzt heißt es schon fast Koffer packen. Die Zeit rennt.