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3 Jahre Blog zum Leben ohne Diät

Das Weblog zu „Leben ohne Diät“ feiert seinen dritten Geburtstag. Ich lese das Blog schon länger und kann es euch zur Lektüre auch sehr ans Herz legen. Zum Geburtstag gibt es ein ehrliches Gewinnspiel. Ihr müsst nur euren Vornamen und eure E-Mail-Adresse für ein Los abgeben. Also nicht die ganze Adresse, die danach an die Hersteller von Diätpillen verkauft werden. ;-)

Das Buch selbst habe ich noch nicht gelesen, aber der Klappentext spricht einem Bio- und vor allem Slow-Food-Anhänger wie mir aus dem Herzen:

Vergessen Sie Kalorienzählen und Light-Produkte. Wichtig ist vielmehr, ob es echte Nahrungsmittel sind oder ob es sich um billig hergestellte Doppelgänger aus der Industrie handelt. Nur mit ehrlicher Nahrung kann der Körper richtig umgehen […]. Man muss also nur das essen, was einem schmeckt und worauf man gerade Lust hat. Industrielle Lebensmittel hebeln diesen natürlichen Mechanismus aber aus.

In diesem Sinn: Herzlichen Glückwunsch Horst zum dritten Blog-Geburtstag und auf viele weitere Blog-Posts!

Meine Quelle

Oliver hatte mich vor längerer Zeit nach der Quelle gefragt. Zum Einen hab ich eine Partnerin, die mich intensiv unterstützt, da sie selbst in der Zeit deutlich mehr als 15% Fettanteil verloren hat und zum Anderen haben wir uns an Strunz orientiert bei der Reduktion. Also Kohlenhydrate eingespart bzw. recht massiv reduziert und dafür mehr (Bio)-Salat und -gemüse gegessen.

Dabei haben wir immer mit eiweissreicher Nahrung ergänzt, sprich viele Gemüsesorten bevorzugt, die vermehrt Eiweiss enthalten, wie beispielsweise Pilze, besonderns Austernpilze sind da gut mit Eiweiss ausgestattet (aber das  wusste ich vorher auch nicht) und daneben immer wieder Linsen, auch weisse Bohnen usw. Fisch und Fleisch sowie Quark und Hüttenkäse natürlich auch. Ausgewogen soll es ja schon sein. Ich stelle mittlerweile auch fest, dass ich mehr und mehr Rohkost esse. Was uns aber nicht davon abhält, Spargel mit Kalbsschnitzel zu essen, wie gestern abend. Sein Protein kann man, muss aber nicht nehmen, was ihm oft als Kritik angerechnet wird.

Strunz war gestern mittag im Mittagsmagazin und das Video ist beim ZDF in der Mediathek noch online. Allerdings weiss ich nicht wie lange, weil die Beiträge doch eigentlich irgendwann rausfallen müssen (oder täusch ich mich da jetzt). Es gibt ja welche, die hassen ihn und andere lieben ihn, den Strunz. Ich denke, man muss auch mit seiner Art zurecht kommen, aber er ist schließlich auch schon ein alter Mann, der, wie er selbst sagt, auch ein wenig (ha ha) eitel ist.

Was mich allerdings mehr und mehr überzeugt ist die Tatsache, dass er in den 12 Jahren in denen ich Strunz schon kenne, immer bei seinem Grundtenor geblieben ist und mehr und mehr aktuelles Wissen in seine Bücher und sein Konzept integriert hat. Vieles hängt auch damit zusammen, dass durch die Wissenschaften die Zusammenhänge, die im Körper ablaufen immer besser verstanden werden, aber bei Weitem noch nicht alles. Ich für meinen Teil habe festgestellt, dass man viele seiner „Rezepte“ sehr gut mit gesunder Bio-Ernährung kombinieren kann. Wie auch Horst Klier schreibt, sollte man auf industriel verarbeitete Nahrungsmittel verzichten, denn es sind keine Lebensmittel mehr.

Bio ist nicht alles

Bei meinem letzten Beitrag hab ich unter anderem ja auch erzählt, dass wir beim Abnehmen auch auf Bio-Lebensmittel setzen. Darauf kam dann in den Kommentaren ein Hinweis, dass man mit Bio prima abnehmen kann.

Das kann ich aber so absolut nicht stehen lassen. Wir haben etwa vor etwas mehr als 20 Jahren auf Bio umgestellt. Damals haben wir anfangs im Überschwang sogar noch das Brot selbst gebacken, die Nudeln gemacht und viel Gemüse verarbeitet. Abgenommen habe ich in der Zeit aber nicht. Eher zugenommen. Was vorallem daran lag, dass wir an Sahne, Eiern, Öl genausowenig gespart haben, wie an Nudeln oder Kartoffeln. War alles Bio und war auch alles lecker. Vieles haben wir aus guten Bio-Kochbüchern geholt oder selbst variiert.

Allerdings reicht diese Art von Bio zum Abnehmen nicht aus.

Das Problem besteht einfach in der Wirkungsweise des Körpers. Wenn ich ihm Kohlenhydrate gebe, dann freut er sich natürlich. Speichert die Kohlenhydrate aber auch sehr schnell in Fett, da die Kohlenhydratdepots im Körper einfach nicht so groß sind. Das habe ich mittlerweile geändert. Jetzt gibts hauptsächlich Gemüse, Nüsse (ja, ich weiss, die haben viel Kalorien, so what?) und naütrlich auch Eiweiss in Form von Fisch, Fleisch, aber auch Tofu, Linsen, Pilzen (die haben enorm viel Eiweiss, Champignons beispielsweise, aber besonders Austernpilze) und zwischendurch auch Tofu usw.

Karotten-Paprika-Salat mit HackfleischkuchenDas ganze ausschießlich in Bioqualität, denn die anderen Produkte aus dem Lebensmittelgeschäft um die Ecke, schmecken uns einfach nicht mehr. Karotten ohne Geschmack oder Äpfel, die nur süß sind, sind einfach nicht mein Ding. Also lieber mit Bio, aber eben auch richtig, damit eine Chance besteht, daß Abnehmen auch möglich ist und nicht nur immer die Kohlenhydrate verarbeitet werden und das Fett in den Zellen bleibt.

Meine 24cm

Oliver wollte mich ja eigentlich überreden beim Blog Duell auch mitzumachen, aber für Duelle bin ich dann doch nicht so der Richtige. Seit letztes Jahr im Februar hatte ich hier mehrfach gebloggt über die Umstellung meiner Ernährungsgewohnheiten. Mittlerweile hat sich alles eingespielt und die „Diät“ ist für mich zur Normalkost geworden. Beim Italiener werd ich mittlerweile gefragt, ob ich nicht vielleicht doch Brot zu den Antipasti will bzw. zum Salat. Pizza ist auch out, stattdessen freut sich mein Italiener, dass er auch mal öfters Fisch und andere Leckereien, die viel Eiweiss und wenig Kohlenhydrate enthalten, an mich verkaufen kann.

Und damit sind dann mittlerweile 24cm Bauchumfang weniger geworden. Im Herbst wurden dann auch sämtliche alten Hosen entsorgt und die „neuen“ Herbsthosen schlappern mittlerweile auch schon wieder. Aber es ist ja nicht mehr lange bis zum Frühling. Achja, übrigens setzen wir, denn meine Partnerin macht auch mit, konseqent auf Bio. Und Schokolade vermiss ich auch nicht, da die 70%ige Schokolade zur Umstellung dazugehört. Aber halt nicht in Tafeln, sondern in Maßen. Wobei ich auch niemand kenne, der eine Tafel mit 70%iger Schokolade auf einmal verdrückt. Oder doch ?