Archiv des Autors: Christian

Seltsam, seltsam

Meine Theorie von vor zwei Wochen scheint sich zu bestätigen, drei Schritte vor, einen zurück. Zumindest zeigte die Waage heute morgen 300 Gramm mehr an als letzten Montag. Langsam frage ich mich, ob Anja mir nicht doch eine 300g Tafel Milka untergeschoben hat ;-)

Was ich aber faszinierend finde ist die Tatsache, dass ich definitiv die Gürtel zwar nicht mit einen neuen Loch versehen muss wie Stefan, denn da sind noch genügend vorhanden. Aber ich muss selbige ein Loch enger machen, damit ich in der Rendsburger Innenstadt nicht plötzlich ohne Hosen da stehe. Auch merke ich das an meiner Motorradhose, die nicht mehr so zwickt wie vor zwei Wochen. Und daher hatte ich an sich gedacht, gerade weil sich der Hoseneffekt in der vergangenen Woche einstellte, dass ich deutlich unter den 112 Kilo liege.

Was mich ärgert ist, dass es bis zur Messe nur noch 2 Wochen sind und ich berechtigte Zweifel habe, die 110er Marke bis dahin zu knacken. Ich hoffe allerdings, dicht ran zu kommen. 110,5 sollten da drin sein.

Zur Messe werde ich wohl zweimal vom Wiegeplan geringfügig abweichen müssen, wird einmal der Samstag davor werden und dann der Dienstag danach. Denn ich glaube, meine Waage nehme ich nicht mit on Tour. ;-)

112

Wer kennt sie nicht, diese Zahlenkombination. Wurde sie uns doch von Kindesbeinen an beigebracht, dass man damit die Feuerwehr oder Notarzt herbei telefonieren kann. Persönlich habe ich zu dieser Rufnummer aber mittlerweile auch eine Verbindung, gehöre ich doch zum Team von Radio 112. Und so konnte ich mir heute morgen ein leichtes Lächeln nicht verkneifen, als die Waage bei genau 112 Kilo stehen blieb. :-) Zumal das auch bedeutete, wieder einen eindeutigen Trend für mich geschaffen zu haben. Das ich gestern etwas unfreiwillig mit der Feuerwehr zu tun hatte – nun, das steht auf einem anderen Blatt, war auch eher unerfreulich, was allerdings nicht an der Feuerwehr lag. Aber das Liegenbleiben mit einem Motorrad mitten im Elbtunnel macht keinen Spaß. Mal schauen, was heute Abend meine Mechanikerin sagt.

Bis dato hatten Anja und ich jedenfalls ein tolles Motorradwochenende, das Wetter war besser als noch zu Beginn der letzten Woche befürchtet. Stellenweise sehr frisch, aber nur mit wenigen Tropfen Regen sind wir davon gekommen, haben die Elbuferstrasse von Over bis Dömitz unter die Räder genommen, haben Schleswig-Holstein unsicher gemacht und viele schöne Kilometer erlebt. Kilos, um den Bogen wieder zum Gewicht zu spannen, blieben uns erspart. Denn auf Grund der vielen Eindrücke hielt sich auch der Hunger dankenswerterweise in Grenzen und auf schwere Kost haben wir auch bewusst verzichtet. Spaß hat es gemacht und unser Dank gilt Petrus, der sich zwar bis auf gestern mit dem typischen Mai-Wetter sehr zurück gehalten hat, das Wochenende letztlich aber dann doch nicht ins Wasser fallen ließ.

In diese Sinne die aktuellen Charts: :-)

Zwei Schritte vor, ein Schritt zurück

So oder so ähnlich komme ich mir gerade vor wenn ich mir meine Grafik anschaue. Ausgehend vom Startgewicht war der erste Schritt gut, der Zweite schlecht, der dritte gut und der von heute wieder schlecht. Geahnt hatte ich das am Freitag schon, denn die vergangene Woche war irgendwie etwas durcheinander. Das Wochenende hat mir dann aber wohl den Rest gegeben, doof irgendwie, wollte ich doch zur Interschutz in Leipzig unter 110 Kilo liegen. Bei der derzeitigen Vorgehensweise wird das eher schwierig, denn am 5. Juni satteln wir die Hühner und dann geht’s im Konvoi die knapp 500 Kilometer Richtung Osten. Hm, ich werde mal bei der Messeleitung anfragen, ob wir die Messe nicht zwei Wochen nach hinten verlegen können, dann klappts auch mit den 110 Kilo. ;-)

Für die letzte Woche kann ich aber zwei Hauptursachen ausmachen denke ich. Zum einen hatte ich null Bewegung und durch das Durcheinander habe ich es irgendwie etwas verpennt, meine Ernährungsziele im Auge zu behalten. Auch wenn jetzt Himmelfahrt vor der Tür steht werde ich zusehen, da besser drauf zu achten. Zumal auch keine außerplanmäßigen familiären Essensschlachten ins Haus stehen. :-D

Wrong Way Ticket

Wrong Way Ticket

Unverhofft kommt oft.

So heißt es ja landläufig und in diesem Fall sind glücklicherweise nicht die Pfunde gemeint. :-) Vor ein paar Tagen hatte ich in einem Kommentar an hier im Blog erwähnt, dass ich mir ebenfalls das Buch „Ich bin dann mal schlank“ von Patric Heizmann bestellt habe – schon allein auf Grund des negativen Kommentares einer Dame, die dort schrieb, dass sei ein Männerbuch: kurz, knapp und auf den Punkt. :-D

Genau das ist es dann auch. Denn sind wir mal ehrlich: Wir haben uns hier versammelt, weil wir uns mit unserer Abnehmerei schwer tun und uns gegenseitig motivieren wollen. Das Thema „Abnehmen“ ist also im Grunde ein eher unangenehmes, ein Übel um das wir irgendwie nicht herum kommen. Und dann sollen wir noch Bücher lesen, die wissenschaftliche Abhandlungen in aller Breite darüber erzählen, wie sich irgendwelche Proteine und Enzyme wie auch immer verhalten? Das interessiert genau niemanden. Wir wollen wissen, was wir tun müssen, um unser Ziel zu erreichen. Meiner Meinung nach ist das Buch von Patric Heizmann eine gute Anleitung dazu. Er beschränkt sich auf das Wesentliche und beschreibt das auf eine verständliche und unterhaltende Art und Weise, ohne dass man vorher Biologie studiert haben muss.

Soweit so gut. Ich bin für meinen Teil inzwischen dabei, Stück für Stück die Dinge umzusetzen. Von heute auf morgen klappt das nicht, es ist ein fliessender Prozess und das ist auch gut so. Jetzt saß ich gestern nach einem Fotoshooting mit meinem Bruder vor meinem Rechner uns habe die Bilder gesichtet, da steht der Paketbote vor der Tür und drückt mir ein Päckchen in die Hand. Die Verwirrung war groß, denn bestellt hatte ich nirgends etwas. Der Inhalt entpuppte sich dann als das passende Kochbuch von Patric Heizmann – einfach so :-) Ich habe mich tierisch gefreut, hatte aber noch keine Gelegenheit ganz ausführlich in das Buch zu schauen.

Aber beim ersten schnellen Stöbern ist mir gleich wieder eins aufgefallen: Das Teil ist für Menschen gemacht, die nicht stundenlang in der Küche stehen wollen, wo es auch nicht so irre kompliziert und dennoch lecker sein soll. Für bisherige Küchenmuffel wie mir gibt es z.B. auch eine kleine Küchenkunde über benötigte Hard- und Software inklusive Kräuterkunde. Die Rezepte selbst sind aufgeteilt in die verschiedenen Mahlzeiten des Tages und die bekomme sogar ich hin gezaubert. Achja, Knabberfreunde wie ich kommen auch nicht zu kurz.

Eine keine Falle gibt es aber : Die Mengen sind alle für zwei Portionen angegeben. Ich als Singlehaushalt und bekennender Gerneesser komme da in Versuchung, diese Information einfach zu überlesen. ;-) Wahrscheinlich werde ich mir das im Einzelfall anschauen wie ich damit umgehe. Momentan stehe ich auf dem Standpunkt, lieber aus dem Kochbuch zwei Portionen der gesunden Ernährung vertilgen als das was ich bisher in mich reinstopfe.

So, das mag sich jetzt alles wie ein Werbepost anhören. Fakt ist aber, dass ich mich in den letzten Jahren immer wieder mal mit irgendwelchen Abnehmideen auseinander gesetzt habe, die allesamt gescheitert sind. Ob Nahrungsmitelergänzungen oder -ersatz oder schlaue Bücher, die ich im Buchladen gleich wieder weg gestellt habe, weil sie mir einfach zu kompliziert oder abgehoben also einfach nicht praxisnah erschienen. Das Programm „Heizmann“ ist für mich dasjenige, mit dem ich für mich eine reele Chance sehe, meine Ernährung langfristig so umzustellen, dass mir diese Umstellung nicht als Belastung erscheint und auch mal einen Ausrutscher am Wochenende verzeiht. Kurz: es ist eine praktikable Lösung und das ist das, was ich brauche.

Und bevor das untergeht: Danke an dieser Stelle für die schöne Überraschung an der Team vom Patric! :-)

Die Richtung stimmt

Als ich heute morgen auf die Waage stieg befürchtete ich Schlimmes. Denn auch wenn die vergangene Woche zumindest in Sachen Ernährung relativ kontrolliert über die Bühne ging – so war da dieser gemeine Freitag. Grillabend hier im Haus. Böse Falle, ganz böse Falle, denn es war ja wieder alles lecker. Daher hatte ich schon die Ahnung, nichts geschafft zu haben. Um so angenehmer wurde ich dann heute Morgen überrascht.

Zugegeben, ich bin in doppelter Hinsicht froh darüber. Denn für mich bedeutet die Abnehmerei doch Einiges. Alleine gesundheitlich und da lasse ich mal die ganzen Dinge wie Organisches außen vor. Ende ’94 hatte ich einen schweren Motorradunfall (und seither eine Abneigung gegen VW Golf ;-) ), den ich nicht ganz unbeschadet überstanden habe und seither eine bleibende Erinnerung habe. Und zwar blöderweise an einer Stelle, wo das ganze Körpergewicht drauf lastet, nämlich Fußgelenk links. Seither ist es mit langen Spaziergängen eher Essig, aber es gibt Momente, wo ich auf meine Füße angewiesen bin.

So auch gestern. Da lief hier die Veranstaltung „Rendsburg macht mobil“, eine klasse Gelegenheit für einen Fotografen wie meinereiner, sein Archiv mit Bildern vom Stadtfest zu erweitern. Achso, heutzutage heißt das glaube ich „pimpen“ :-D . Wie dem auch sei, den ganzen Tag auf den Beinen hat sich bemerkbar gemacht und gestern Abend war ich am Ende. Und heute morgen ist mir dann bewusst geworden, dass in knapp vier Wochen ein einwöchiger Messemarathon auf mich wartet und ich ernsthaft am überlegen bin, meine Krücken die ich noch von damals habe, sicherheitshalber einzupacken. Daher bin ich um jedes Kilo froh, dass ich bis dahin noch verlieren kann. Eben noch war der Juni und die Messe so weit weg, und jetzt heißt es schon fast Koffer packen. Die Zeit rennt.

Knabbereien zum Wochenende

Zugegeben, es gibt Dinge, die kann ich mir nicht abgewöhnen. Naschen und Knabbern so zwischendurch gehört irgendwie dazu. Jedenfalls dann, wenn ich etwas zur Ruhe komme. Was am Wochenende meistens der Fall ist., zumindest in den Abendstunden. Allerdings ergab sich gerade ein Problem, der Blick in das entsprechende Regal zeigte gähnende Leere!

Alarmstufe rot, das geht ja gar nicht. Panikartig ergriff ich aber die Flucht nach vorn zu meinem Leib- und Magendiscounter und fünf Minuten später stand ich an der Kasse mit leckeren Knabbereien: Gurke, Paprika, Karotten Tomaten. Mein Einstieg in den Umstieg meiner Ernährung.

Späteinsteiger

Die aktuelle Runde läuft zwar schon eine Woche, aber das ist (zumindest theoretisch) aufholbar. :-) Ja, da isser, der Neue in der Runde der mehr oder weniger Schwergewichte. Anja zählt ja eigentlich schon nicht mehr dazu. Apropos, die junge Dame ist „Schuld“ daran, dass ich den Weg hierher gefunden habe.

Ich bringe zur Zeit runde 116 Kilo verteilt auf 187cm auf die Waage, extra vorhin mal wieder gewogen. Dass das nicht gesund ist muss mir nicht erst ein BMI sagen, sondern ich merke das auch in meinen lädierten Knochen, womit ich mal den Bogen schlagen möchte, wer ich eigentlich bin.

Ehemaliger IT-Supporter, inzwischen selbständiger Fotograf, dadurch zwar etwas mehr Bewegung als vorher, aber dennoch nicht genug. Frustfresserei hat das übrige erledigt und so muss mein Mopped (trotz schwerem Verkehrsunfall vor einigen Jahren kann ich es nicht lassen, daher aber lädierte Knochen) halt mehr mit sich herumtragen als nötig. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, das Leistungsgewicht zu optimieren. Ich beauftrage eine Werkstatt mit Motortuning. Das ist in der Regel teuer, der Haltbarkeit des Motors nicht unbedingt zuträglich und die Versicherung will hinterher auch noch mehr Geld.

Also pauschal schon mal nicht gut. Ergo schraubt man am anderen Ende, nämlich an dem der drauf sitzt. In dem Fall bin ich der Glückliche (ok, das wird sich noch zeigen) und mein langfristiges Ziel heißt 90 Kilo, die ich in jedem Fall haben muss. Sagt nicht mein Arzt, sondern mein Gefühl. Wobei ein Traum so bei 85 Kilo läge.

Motivation ist ja etwas, womit wir vermutlich alle kämpfen. Und da ich genau weiß, dass ich ganz allein in meinem stillen Kämmerlein es nicht schaffe, finde ich die Idee das in diesem Rahmen zu versuchen sehr gut. Ergo: let’s go!