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Über dentaku

Softwareentwickler, Blogger, Systemadministrator. Wohnt im Netz und in Stuttgart.

Hoch einsteigen

Es geht wieder los. Es ist wieder Abnehmduell, und das ist auch dringend nötig, denn mein heute gemessenes Einstiegsgewicht ist höher als alles, was 2012 jemals aufgezeichnet wurde (und, wie von Oliver bereits vorhergesehen, auch das höchste im Wettbewerb).

Die Gründe? Nun, da waren die Weihnachtstage, die unerwartet lang waren; durch eine Verzögerung im Betriebsablauf saß ich nämlich eine Woche länger daheim statt im Büro und war dabei erkältet (was bei mir immer gleich auf die Lunge schlägt). Dadurch habe ich statt Sport zu machen nur ein paar Schränke hin- und hergeschleppt. Und dann gab’s jetzt am Wochenende auch noch Lasagne.

154,3 kg

Naja, nennen wir es mal positiv “Anlauf nehmen”.

2000 “km”

Heute habe ich mit dem Sportprogramm dieses Jahres die 2000-Kilometer-Grenze überschritten (naja, eigentlich schreibe ich immer “km”, denn die Entfernung wurde ja auf dem Ergometer nicht wirklich zurückgelegt).

Leider ist das insofern ein wenig geschummelt als ich mit den Ergometerfahrten allein die 2000 “km” wohl knapp verfehlen werde: da sind es jetzt gerade 1960,1 “km” (153mal gefahren), und vor dem Weihnachtsurlaub werde ich noch an höchstens zwei Tagen zum Fahren kommen. Mit den hin und wieder erfassten längeren Spaziergängen und einer 8-km-Wanderung im Monbachtal zusammen allerdings steht die Summe auf 2006,5 km.

Vorsatz für das nächste Jahr: die 2000 km mit dem Ergometer allein erreichen. Das sollte zu schaffen sein.

Trainingsfortschritt

Mehr als ein halbes Jahr mach ich jetzt schon regelmäßig Sport. Das ist — abgesehen von der Zeit, in der ich das Radfahren noch hauptsächlich zur Fortbewegung betrieben habe — länger als je zuvor. Da das thematisch hierher passt, will ich mal über die Fortschritte berichten.

Leider ist ein großer Teil der interessanten Diagramme aus meinem vorherigen Beitrag zu diesen Thema Teil der Gold-Mitgliedschaft bei runtastic. Die wäre ich auch sofort abzuschließen bereit, wenn es eine ordentliche Möglichkeit gäbe, Sportliche Aktivitäten ohne Fortbewegung direkt mit der App zu erfassen (man müsste da natürlich nach wie vor die zurückgelegte Strecke manuell eintragen und hätte auch keine Höhen- oder Geschwindigkeitsdiagramme — eine Dauer- und Pulsaufzeichnung würde mir aber schon reichen).Falls jemand ein anderes Programm kennt, mit dem das geht, wäre ich durchaus zu wechseln bereit.

Durch die Daten mehrerer Monate kann ich aber jetzt Entwicklungen im zeitlichen Verlauf beobachten.

Absolut gesehen war ich im März am fleißigsten (der starke Einbruch im Mai hängt mit dem Urlaub zusammen):

 

In der Fahrgeschwindigkeit habe ich mich nur sehr wenig gesteigert:

Aber die Dauer der einzelnen Trainingseinheiten konnte ich inzwischen auf eine halbe Stunde steigern, wodurch auch die gefahrene Strecke pro Training entsprechend  angestiegen ist:

Zur Gewichtsabnahme trägt das alles zwar sicher bei, die geht aber noch immer zäh voran (immerhin bin ich meist noch unter dem Endwert aus dem letzten Duell — siehe rote Linie):

Damit bin ich zwar immer noch fett — aber wenigstens fett und halbwegs fit. Das Training wird daher unter dem selbst gewählten öffentlichen sozialen Druck fortgesetzt.

Juhuu! Mehr Grafiken!

In der letzten Runde “ich fang mal mit Sport an” stellte ich mir noch die Frage, wie man da wohl eine brauchbare Visualisierung der Daten erzeugen kann. Diesmal bin ich durch Zufall (via Caschy) an eine Sport-App für mein Telefon gekommen. Runtastic ist zwar eigentlich zum Laufen gedacht, man kann aber auch Indoor-Trainingseinheiten manuell erfassen. das ergibt ganz hübsche Statistiken darüber, wie viel Sport man gemacht hat:

Oder darüber, wie sich dabei die Trainingsleistung entwickelt:

Das hier ist auch noch interessant, denn man kann darauf eine der Ursachen sehen, aus denen ich ausgerechnet am Montag oft das höchste Gewicht der Woche messe:

Warum tu ich mir das eigentlich an?

Warum mache ich das hier eigentlich? Warum bleibe ich nicht einfach so wie ich bin? Kann ich mich denn nicht so akzeptieren, wie ich bin?

Natürlich habe ich einiges über Fat Acceptance gelesen. Natürlich habe ich Anke Gröners Buch gelesen. Was da drin steht ist richtig und wichtig (und außerdem toll geschrieben, wer das Buch noch nicht gelesen hat, der sollte das unbedingt nachholen). Leider finde ich das nicht so einfach (“einfach” ist aber auch für Fat Acceptance das komplett falsche Wort).

Im Kapitel Diäten sind schlecht für dich. Aber toll für andere steht:

Unser Körper verfügt über einen sogenannten «Set Point» – also quasi über eine Gewichtsspanne von ungefähr fünf bis zehn Kilo, in der sich unser Körper am wohlsten fühlt. Es ist der Punkt, an dem er sich und uns, die win in diesem Körper wohnen, am besten versorgen kann: mit Energie, guter Laune und Kraft. Und ganz gleich, was wir anstellen, um dünner oder dicker zu werden – der Körper versucht immer, wieder an diesen Set Point zurückzukehren.

Der Set Point ist bei mir aber schon lange überschritten — und zwar um mindestens 10, eher 20kg. Ich fühle mich in dieser Gewichtsspanne eben nicht körperlich wohl, und das mittlere Gewicht stieg auch bisher jedes Jahr um ein paar kg weiter. Mag sein, dass ich den Set Point mit den Diätversuchen der Vergangenheit “kaputt gemacht” habe, dieses Wissen beseitigt aber das Problem nicht.

Ich muss also irgendwas umstellen. Um dem Körper keine Notsituation vorzuspielen will ich dabei diesmal nicht hungern (dass das nichts bringt kann man überall nachlesen) sondern meinen Verbrauch erhöhen. Da Laufen in meiner Gewichtsklasse keine besonders gute Idee für die Gelenke ist, habe ich schon letztes Jahr das Trimmrad wieder abgestaubt und aktiviert (statt es nur herumzutragen). Beim ersten Versuch im letzten Jahr hatte ich es ja (in immerhin 2½ Monaten) nur auf ungefähr 10 Minuten geschafft, bevor mich die Gesundheit davon abhielt. Diesmal halte ich seit immerhin einigen Wochen zwischen 20 und 25 Minuten am Stück pro Tag durch. Zumindest sind die Rückenschmerzen weg, die mich im letzten Jahr häufiger geplagt haben. Das ist doch auch schon was.

(Hmmm, das war zumindest der Stand, als ich den Artikel zu schreiben angefangen hatte. Ein in der ganzen Familie rumgehender Infekt, zu dem auch noch ein Hexenschuss kam, hat mich aber inzwischen etwas zurückgeworfen. Klappt eben nicht alles so.)

Uhufu?

Die 150kg-Marke durchbrochen (also von oben, also eigentlich eingebrochen oder so), aber nicht durch Sport wie eigentlich vorgesehen sondern durch Krank. Seufz…

Im Abnehmduell dadurch jetzt im Mittelfeld gelandet.

Einwiegen zum Duell

Neuer Jahr, neues Duell, (neue Waage).

Im letzten Jahr konnte ich die stetige Steigerung endlich mal anhalten, teilweise sogar einen leichten Abwärtstrend einleiten, manchmal sogar Sport treiben (näheres in meinem Jahresrückblick). Jetzt bin ich größenwahnsinnig geworden und wage mich in ein Abnehmduell. Startgewicht ist registriert (ich scheine der schwerste Teilnehmer zu sein), es kann losgehen…

Beginn einer Messreihe

Ohne Messung kann man irgendwie nicht abnehmen.

Meine alte Waage mochte mich nicht mehr. Ich war ihr zu schwer. Zum “Glück” ist die jetzt kaputtgegangen (nicht so spektakulär wie bei Detri, aber die von den Kindern am Badezimmer regelmäßig vorgenommenen Überflutungen werden ihren Beitrag geleistet haben), und ich konnte eine neue kaufen. Es wurde eine Withings-Waage mit WLAN (und mit einem Wiegebereich bis 180kg). Die sieht schick aus und überträgt alle Messwerte an eine Datenbank. Dort kann man sie sich dann ansprechend aufbereitet ansehen (und noch ein paar andere Sachen, die ich demnächst ausprobieren werde).

Und eine iOS-Anwendung gibt’s auch, die erzeugt hübsche Grafiken:

(damit Oliver nicht wieder über meine “hässlichen Gnuplot-Grafiken” schimpft ;-) )

Von Masse und Gewicht

Jedes mal, wenn jemand ein Gewicht in Kilogramm angibt, dann sträuben sich irgendwo einem Physiker die Nackenhaare. Kilogramm ist die Einheit für Masse, Gewicht ist nur die Kraft, mit der diese Masse aufgrund der Gravitation zu einer anderen Masse hingezogen wird (bis auf den nächstgelegenen Planeten kann man dabei meist alle Gegenstände vernachlässigen).

Interessanterweise messen die meisten handelsüblichen Waagen eigentlich auch die Gewichtskraft — entweder über die Dehnung einer Feder oder die elektrische Widerstandsänderung eines Kristalls unter Druck (Druck wiederum ist die Kraft auf eine Fläche, die Fläche ist dem Konstrukteur bekannt und kann rausgerechnet werden) oder etwas, das irgendwie eine Kombination daraus ist. Nur die Balkenwaage vergleicht direkt zwei Massen miteinander, käme also auf jedem Planeten zum selben Wiegeergebnis.

Aber auch wenn man auf unserem Planeten bleibt, dann ist die Erdanziehungskraft nicht überall gleich. Randall Munroe hat das vor kurzem in seinem xkcd-Comic thematisiert:

Ein halbes Prozent ist gar nicht so wenig. Hier bei uns in der mehr-als-100kg-Klasse kann das schon mal 500g ausmachen. So krass wie bei Jans Hotelwaage solte der Unterschied aber nicht ausfallen…

So, Schluss mit der Philosophie, weiter mit Sport.

Vollversagen, neue Vorsätze (ist ja Jahresanfang)

Nicht nur als fleißiger 321-Blogger sondern auch bei der Erreichung irgendeines Gewichts(reduktions)ziels habe ich 2010 völlig versagt. Noch immer weigert sich meine Waage, mir einen Wert anzuzeigen.

Aus naheliegenden Gründen werde ich an keinem der gerade anlaufenden Duelle teilnehmen.

Aber gestern habe ich angefangen, mein Trimmrad1 wieder zu benutzen (erstmal nur 3 Minuten am Stück, heute schon 5 Minuten — aber das soll weiter gesteigert werden). Dadurch hoffe ich, bald irgendwann wenigstens wieder in der 150kg-Klasse anzukommen.

Bitte schimpfen, wenn ich zu lange nichts mehr habe von mir hören lassen.

1) Ich dachte ja, die Anzeige an dem Ding sei kaputt, aber nachdem ich die Bedieneinheit rausgeschraubt hatte, kam ein Batteriefach zum Vorschein. Mit neuen Batterien kann ich plötzlich wieder eine “Geschwindigkeit” sehen.

Rest der Woche, Selbstbeschimpfung, Analyseversuch

Ernährungsprotokoll wie versprochen:

Dienstag, 09.02.2010:

  • Frühstück: 2 Knäckebrote
  • Mittagessen: 2 belegte Brote
  • Abendessen: Gemüse-Reis-Pfanne
  • Getränke: jede Menge Kaffee (mit Milch), abends eine heiße Zitrone (mit Zucker) und “0%”-Cola. Wasser habe ich mir eine Flasche zum Schreibtisch getragen, dann aber vergessen, sie auch zu trinken.
  • Ein paar Gummi-Erdbeerimitate

Mittwoch, 10.02.2010:

  • Frühstück: 2 Knäckebrote
  • Mittagessen: 2 belegte Brote
  • Abendessen: Eintopf mit Wirsing, Kartoffeln und Rindfleisch
  • Getränke: jede Menge Kaffee (mit Milch), außerdem Wasser (ja, habe tatsächlich dran gedacht), abends  “0%”-Cola.
  • Ein paar Gummi-Herzen (was die Familie immer so rumliegen lässt…)

Donnerstag, 11.02.2010:

  • Frühstück: 2 Knäckebrote
  • Mittagessen: 2 belegte Brote
  • Abendessen: Eilige Nudeln mit Tomatensoße nach endloser Heimfahrt
  • Getränke: jede Menge Kaffee (mit Milch), abends  “0%”-Cola.

Freitag, 12.02.2010:

  • Frühstück: 2 Knäckebrote
  • Mittagessen: 2 belegte Brote
  • Überraschender Gewinn durch Kundenbesuch: 1 Stück Sachertorte
  • Abendessen: Käsespätzle mit Röstzwiebeln
  • Getränke: jede Menge Kaffee (mit Milch), abends  “0%”-Cola und 1 Glas Wein

Samstag, 13.02.2010:

  • Frühstück: 2,5 Brötchen
  • Brotzeit: 1 Brötchen, 1 Fertigfrikadelle, 1 Würstchen, Budapester Salat
  • Nachmittag: 1/4 Stück Kuchen
  • Abendessen: Gebratene Maultaschen mit dem Rest der Käsespätzle
  • Getränke: vereinzelt Kaffee, “0%”-Zeug, insgesamt viel zu wenig
  • Später Abends: Wein und Kartoffelchips

Sonntag 14.02.2010:

  • Frühstück: 3 Ciabatta-Brötchen
  • Brotzeit: 2 Brötchen, 2 Würstchen, 1 Osterei
  • Abendessen: Gemischtes Rahmgemüse mit Reis
  • Getränke: vereinzelt Kaffee, “0%”-Zeug, zu wenig
  • Später Abends: Wein und Kartoffelchips

Jetzt hatte die Woche ja eigentlich recht diszipliniert angefangen, aber das Wochenende haut voll rein. Da muss ich mich in Zukunft zusammenreißen. Außerdem sollte ich wieder mit viel mehr Gemüse kochen — der Speiseplan sieht ja furchtbar aus, wenn man ihn mal aufgeschrieben sieht. Und ich werde mal den Soda Club abstauben und reaktivieren, denn diese “0%”-Limonaden können auf Dauer auch nicht gut sein…

Und die Portionen müssen kleiner. Damit habe ich gestern gleich mal angefangen.

Mal ein Protokoll

Irgendwie tut sich noch nicht viel positives (also negatives für das Gewicht). Ich glaube ja, dass ich zu viel esse (ach nee!), drum will ich diese Woche mitschreiben. Das zwingt mich nicht nur zum Nachdenken (lies: bewusster Nahrungsaufnahme), sondern es hält mich vielleicht durch öffentlichen Druck auch von dem einen oder anderen Schokoriegel fern (ich weiß, dass zumindest Oliver hier ordentlich mitliest).

Montag, 08.02.2010:

  • Frühstück: 2 Knäckebrote
  • (später): 2 belegte Brötchen
  • Mittag: 1 Mettbrötchen
  • (noch später): 2 Belegte Brote
  • Abendessen: Penne Bolognese
  • Getränke: jede Menge Kaffee (mit Milch), abends eine heiße Zitrone (mit Zucker) und “0%”-Zitronenlimonade

Dienstag, 09.02.2010:

  • Frühstück: 2 Knäckebrote
  • Kaffee

[… wird fortgeführt …]