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Familienfeste

Gut, einerseits hab ich seltsamerweise im Sommer immer mehr Hunger als im Winter. Ich hatte auch irgendwo mal gelesen, warum das logisch ist. Intuitiv ist es nicht. Andererseits ist so ein Familienfest-Wochenende in Bayern, pardon, Franken, nichts, was der schlanken Linie guttut.
Jedenfalls stelle ich das fest, was auch andere feststellen: Es geht in der regel schnell wieder runter.
An sich steht das nächste Familienfest erst im September an, also…

Jetzt hab ich Zahnschmerzen

Okay nach 3 Tagen mit 40° Fieber vorletzten Sonntag und 7 Tagen Magen-Darm insgesamt hatte ich dann noch eine Woche Zahnschmerzen – weil das ja immer passiert wenn ich Fieber habe. Dann sind die Nerven auf heiß und kalt empfindlich wegen Nebenhöhlen – meint die Ärztin.

keine idealen Vorraussetzungen für eine Diät oder Abnehmen – aber das Positive ist , dass ich aus irgendeinem Grund nach der Krankheit so gut auf Klo gehen kann wie seit Jahren nicht. Alles wird gut verarbeitet und ich kann davon ausgehen, dass „gestern zu viel gegessen haben“ absolut nix zu meinem Gewicht beiträgt.

Resultat: ich bin 3kg leichter als vor exakt einem Monat. Fühle mich sehr gut – und bin diese Woche zwei Mal im Wald gewesen mir den Hunden und habe dabei 160 Höhenmeter gemacht, 500kcal verbraucht… und realisiert, dass das zwei Scheiben Brot mit Salami sind 😂

Dazu habe ich festgestellt, dass man bei Burger King für 3,89€ den King des Monats bekommt – 969kcal. Und man für die gleichen Kalorien bei McDonald‘s mehr als das Doppelte bezahlen darf trotz Gutscheinen (20er McNuggets, McFlurry Twix, 9,89€)

Das esse ich alles so nebenbei. Kein Problem. Weil man einfach nur soviel essen sollte, wie man bedarf hat. Und der Hunger hält sich in Grenzen. Denn am Ende jedes Tages warten die Hunde und die sind meiner Meinung nach der eigentliche Grund, warum das Abnehmen und das Raus gehen so leicht sind dieses Jahr


960 kcal


440kcal


50km


2 🌭

Ess-Sucht?

Als ich vor etwa zehn Jahren damit begann, mehr als 30 Kilo Fett abgebaut hatte, dachte ich oft daran zurück, wie relativ einfach mir es Jahre davor gelang, mit dem Rauchen aufzuhören. Nachdem ich das Buch „Endlich Nichtraucher! Der einfache Weg, mit dem Rauchen Schluss zu machen“ des Autors Allen Carr durchgelesen, und mich strikt an die Anweisungen darin gehalten hatte, hörte ich von einem Tag auf den anderen mit dem Rauchen auf – und im Nachhinein betrachtet fiel es mir erstaunlich leicht. Dazu sollte ich vielleicht sagen, dass mein Zigaretten-Konsum am Ende locker bei etwa 50 Kippen am Tag erreicht hatte. 

Tatsächlich nahm ich danach über die Jahre auch ordentlich zu. Denn bei Kneipen-Abenden, damals war das Rauchen in der Gastronomie noch an der Tagesordnung – bestellte ich mir dann halt schneller das nächste Bier, anstatt mir eine Kippe anzustecken. Zudem gilt Nikotin ja auch als Appetitzügler und regt gleichzeitig den Kreislauf an, erhöht also auch die Fettverbrennung.

Was aber nun schließlich das Thema Essen betrifft, gibt es auch wissenschaftliche Erkenntnisse, die das mit Suchtverhalten verbinden. So soll zum Beispiel Käse im Gehirn ähnliche Mengen an Dopamin freisetzen wie harte Drogen, zum Beispiel Kokain. Doch im Gegensatz zu anderen Drogen, können wir ja nicht einfach aufhören, zu essen. Selbst beim Fasten wird ja nicht 100% auf eine Kalorienaufnahme verzichtet. Man muss im Falle einer “Ess-Sucht” also anders an die Sache ran gehen. 

In der aktuellen Folge des Podcasts „Fitness mit M.A.R.K.“ prangert die Suchtmedizinerin Dr. Iris Zachenhofer vor allem “hochverarbeitete” Lebensmittel an – und empfiehlt, keine Dinge zu verzehren, die Zutaten enthalten, welche man nicht als Zutat auch zuhause zum Kochen verwenden würde. Das finde ich insofern spannend, weil ich durchaus auch Leute kenne, die sich nach Chinareisen zur authentischen Zubereitung chinesischer Gerichte extra Mononatriumglutamat als Gewürz gekauft haben – und ich zum Beispiel persönlich die Gemüsebrühpulver MIT Hefeextrakt bisher geschmacklich bevorzugt habe, ich da aber keine Sucht nach Gemüsebrühe erkennen kann.

Nunja, ich höre mir jetzt trotzdem noch eine ältere Folge mit Dr. Zacherhofer an.


2 Wochen. Abnehmen beginnt bei Altlasten

Ich hab das Gefühl, ich beginne mein Leben wieder zu genießen. Zumindest im Gefühl.

Wundervoll, denke ich, wenn ich einmal entspannen kann und Zeit habe, mich um mich zu kümmern. Mich beschäftigt vor allem, wie es dazu kam, dass ich so viel zugenommen habe. Stress, Ärger im Team, Frust. Süßes, salziges, zuckeriges und auch Wein am Abend.

Kompensation und Adaption auf Reaktionen von Anderen. Das darf ich ändern.

Ich nehme mir nun eine bewusste Auszeit bis Ende August. Also habe ich Zeit, mich um mich zu kümmern. Ich fühle in mich hinein, was passiert war oder welche Auslöser aktuell hinter meinen Heißhunger auf Schokolade, Kekse oder Chips haben. Ich habe nie Schokolade oder Kuchen gegessen. Oder fettige Pasta am Abend.

So komme einem Glaubenssatz auf die Schliche, den ich gleich einmal auflösen darf.. “Nichts wird weggeschmissen was im Kühlschrank ist, wird aufgegessen.” Jupp, die Vorliebe meiner Schwiegermutter war, jede Wochen Unmengen an Kuchen und riesige Portionen in Butter getunkte Spagetti mit Jagdwurstwürfeln vorbei zu bringen. Zu Beginn war das mal nett, wieder ein Kinderessen zu essen. Dann wurde es zu viel, die Pasta wurde eingefroren. Wir 2-3 Mal pro Woche davon groß gegessen, dann musste der Kuchen noch weg. Mein Partner liebte Schokolade und all solchen Süßkram, dass er ständig damit nach Hause kam. Freundlich wie er war, hat er mir dieses chemische Zeug der großen Hersteller angeboten. Und selbst hatte ich ja auch nach Umzug in meine neue Heimat immer wieder Fleischer-Perlen gefunden, die Hausschlachtenes anbieten. Ich mag mal kräftig regionales. Es kam Stress dazu, abends 20 Uhr nach Feierabend junk food, Chips und schlafen gehen. Mein geliebtes Rad blieb stehen.

So haben sich die Dickmacher eingeschlichen. Es wurde nach und nach mehr, ein schleichender Prozess. Mehr süsses, mehr salziges, größere Portionen, dann auch noch zwei.
Bereits früh eine kräftige salzige Mahlzeit. Unnötig und unnötig viel, vor allem Kohlenhydrate / Zucker.

Ich komme nun den Auslösern auf die Schliche und merke, dass es viel mit mir selbst zu tun hat, wenn ich mir unliebsame Aktionen oder Reaktionen mir zu Herzen nehme und ich kompensierend meine Energie wieder schnell aufbauen möchte. Es fallen Lasten von mir ab, die ich lange mit mir herumgeschleppt habe oder geglaubt habe, dass das OK so ist. Knoten lösen sich. Und nein, das war nicht OK.

Welches Zeichen ist dann nicht stärker, als ein TANK von Krähen vor dem Haus?

Also ran an die Gedanken und mentale Stärke. Und vor allem ran, an Sport und Ernährung.
Endorphine wieder erleben, schlank sein, hüpfen, tanzen, lachen.

Soviel zu meiner Motivation. Altlasten abnehmen ohne erst einmal Gewicht zu verlieren.
Auch ein Fortschritt. :)

Jetzt gehts lohoos!

Wie es aussieht, diente der Juni für dieses Duell nur zum Warmmachen – und ich habe es tatsächlich auch nicht geschafft, die nötige Motivation zu sammeln um bereits ein paar Gramm abzunehmen, sondern hab im Juni sogar leicht zugelegt. Vor allem durch die gesundheitlichen Einschränkungen fiel die Bewegung hinten runter. Es ist einfach krass, wie schnell man die Form verliert, als ich am Montag zu einem Arzttermin radelte, schafft mich das ganz schön. Aber mittlerweile „plagt“ mich auch schon wieder der erste Muskelkater vom Montagssport

Nach den Regeln (Höchstgewicht zwischen 10. und 30. Juni) starte ich also mit 114,4 kg ins Rennen. In etwa zehn Tagen geht der Urlaub los, von da an bis Ende Juli also auch von mir keine Zwischenergebnisse – aber danach ist das Duell ja auch noch lange.

So, priiima

Also, START, also der offizielle.
Aufgrund von einigen Urlauben und der unverständlichen Weigerung von Leuten, mit Waage in den Urlaub zu fahren (auf fremden Waagen wiegt man immer IRGENMDWAS) hatten wir einen smoothen Start festgelegt: Es gilt als Einstiegsgewicht das Höchstgewicht zwischen, ich glaub, 10.6. und 31.6.
129,1 Kilo also. Und ich hatte zwischendurch schon 127 und heute 128,1. Die 129 waren nach einem echten Festwochenende und das steht mir dieses WE auch wieder bevor. Dazu in Bayern. Aber mal sehen, was man ggf. durch Kohlehydratsparen ausgleichen kann. Ich hab da Indikatoren, dass es sicher genug Gemüse geben wird.
Wenn ich recht sehe, stehe ich grade auf dem 3. Platz von 7, also das kann doch motivieren ;)

Neue Runde, neuer Versuch

Am Anfang dachte ich, regelmäßig bloggen kann nicht so schwer sein. Und abnehmen auch nicht.

Mein Fazit nach der ersten Runde – ich habe demotiviert aufgegeben. Ich wollte super Berichte schreiben, alles schick machen und auf Hochglanz bringen. Und abnehmen mit Motivation im “muss jetzt so sein” ging ebenso schief. Mein Bewusstsein für das schöne Gefühl, einen fitten Körper zu haben, war also noch nicht verankert.

Die Zeit der letzten Wochen konnte ich nutzen, um in mich hineinzuhören, was mir gefällt. Bewegung. Ich mag gern dynamisch sein, springen, hüpfen, lachen, tanzen. Salate sind auf jeden Fall fast täglich ganz oben auf meiner Speiseliste und viel Gemüse. Und Gartenarbeit, wenn die Wochenenden es zulassen. Also auf, die Gefühle dazu zu erzeugen, um wieder mit Freude dahin zu kommen.

Neu habe ich mir eine App mit Armband zugelegt, um somatische Dehnübungen zu machen. Also Yoga für Anfängerinnen. Das macht Spass, trotzdem bin ich nicht konsequent.

Die ersten Erfolge, 2 Kilo, waren schnell da. Aber auch genauso schnell wieder drauf.

Ich versuche es wieder und weiter. Mein Ziel, auf 70 bei 180 zu kommen, und meine Ernährung und Bewegung nachhaltig anzupassen, nehme ich mir weiter vor.

Ich berichte, nicht nur von Hochglanz-Salatbildern, sondern auch von den Kurven..

Annett

9 Tage 3 KIlo

Also wenn sich das verstetigen ließe – leider ist das nur die Abnahme nach den drei ‘Fresstagen’ letztes Wochenende. Aber immerhin schaffe ich das ohne Hangryness und ohne wirklich das Gefühl zu haben, auf irgendetwas zu verzichten. Ich lasse idR immer das Abendessen weg – allerdings gibt es oft mal einen Weinschorle und eine Hand voll Nüsse abends. Und durchaus auch mal n KLEINES Eis mit Sahne oder Eierlikör. Also nichts, was man mit Diät verbinden würde. Mittags schau ich eher auf Eiweißkost und darauf, nicht zu viele Carbs zu mir zu nehmen.

Der Titel könnte also auch lauten: Sündigen und abnehmen ;) (Ich hab noch nicht mal alles verraten…)

Woche 1: minus 300g

Es lässt sich gemütlich an. Allerdings: Hitze sorgt bei mir gern für Wassereinlagerungen, insofern nehme ich diese mal als Begründung, denn Montag hatte ich noch deutlich weniger.

Am Donnerstag wurde mein kleines Gärtchen als Naturgarten zertifiziert. Bin sehr stolz!

Am Samstag bin ich eine für meine Verhältnisse sehr große Runde spazieren und geocachen gewesen, die letzten 200 Meter mit Krampf und humpelnd. Fuß ist halt echt nicht fit…