Archiv der Kategorie: Freunde

3 Jahre Blog zum Leben ohne Diät

Das Weblog zu „Leben ohne Diät“ feiert seinen dritten Geburtstag. Ich lese das Blog schon länger und kann es euch zur Lektüre auch sehr ans Herz legen. Zum Geburtstag gibt es ein ehrliches Gewinnspiel. Ihr müsst nur euren Vornamen und eure E-Mail-Adresse für ein Los abgeben. Also nicht die ganze Adresse, die danach an die Hersteller von Diätpillen verkauft werden. ;-)

Das Buch selbst habe ich noch nicht gelesen, aber der Klappentext spricht einem Bio- und vor allem Slow-Food-Anhänger wie mir aus dem Herzen:

Vergessen Sie Kalorienzählen und Light-Produkte. Wichtig ist vielmehr, ob es echte Nahrungsmittel sind oder ob es sich um billig hergestellte Doppelgänger aus der Industrie handelt. Nur mit ehrlicher Nahrung kann der Körper richtig umgehen […]. Man muss also nur das essen, was einem schmeckt und worauf man gerade Lust hat. Industrielle Lebensmittel hebeln diesen natürlichen Mechanismus aber aus.

In diesem Sinn: Herzlichen Glückwunsch Horst zum dritten Blog-Geburtstag und auf viele weitere Blog-Posts!

Weapons of mass construction

Wenn man nun also im realen Leben (ja, genau, das ist da, wo der Pizzabote herkommt) auch zusammen arbeitet und gern auch am Wochenende seine Zeit gemeinsam im Büro verbringt, dann geht man auch schonmal gemeinsam Einkaufen.So jedenfalls machen das Volker und ich gelegentlich. Die Supermärkte sind ohnehin in direkter Nachbarschaft zu unserem Büro gelegen und es wird auch immer wieder irgendetwas für das Büro benötigt.

Neulich war es dann mal wieder soweit. Nach meiner Erinnerung kam es dabei zu folgender Szene. Gerade sammelten wir routiniert unsere Einkäufe im Supermarkt zusammen. Da fragte Volker  zwischendurch auch noch, ob ich nicht auch eine TK-Pizza haben wolle. Sehr aufmerksam, dachte ich erfreut, doch das leicht hämische Grinsen dabei kam mir doch seltsam vor. Erst eine gefühlte Ewigkeit später Begriff ich dann den Zusammenhang zu diesem Duell als Volker ergänzte „Wir wollen ja nicht, dass Du am Ende 10 kg abnimmst“.

Klar, ist das nur als Spaß gemeint – wir richten uns ja gern nach der Charta. Dennoch beflügelte die Idee den „Wettkampf“ tatsächlich auszutragen unsere Phantasie. Bis wir auf dem Supermarktparkplatz angekommen waren hatten wir auch schon eine bunte Auswahl an Gemeinheiten zusammen gestellt, die wir uns gegenseitig bereiten könnten. Versetzen des Wasserspenders mit Zucker, Einlegen der zuckerfreien Kaugummis in Puderzucker, Versetzen des Kaffeepulvers oder der Milch mit Zucker, Einspritzen von Zucker oder Honig in Obst, Betrieb einer Duftkerze mit Bratensaft statt Duftöl  usw.

Zum Glück ist es bisher nicht zu einem tatsächlichen Ausbruch dieser Maßnahmen gekommen – wird es auch nicht, da zumindest Volker so vernüftig ist soetwas gar nicht ersts ins Office zu tragen. Außerdem würde ich mich sonst sicher auch nicht mehr ins Büro trauen und das Duell würde dann eher an Kenny vs. Spenny erinnern. Nur eben etwas deutlich subtiler.

Für den verflixt leckeren Kuchen von letzter Woche habe ich mich allerdings noch mit einem ganzen Berg Ferrero Küßchen und Rocher „für alle“ vorsichtshalber revangiert.

Dennoch, weitere „Weapons of mass construction“ werde ich lieber nicht in den Umlauf bringen – es ist ja auch so schon schwer genug. Und nachdem ich gestern Abend (!) beim Schweinbraten nebst Kartoffelpüree und Rotkohl ganz gut zugeschlagen habe, scheint der Wendepunkt der Kurve meiner Gewichtsentwicklung nun auch schon erreicht zu sein..
Für alle Fälle aber, liegen noch ein paar Dosen Red Bull und Milchschnitte im Kühlschrank bereit ;-)

Hallo die Zweite.

Wie es Sympatexter schon gesagt hat,  gehört es sich, sich vorzustellen. Sie hat mich ja schon erwähnt – ich heiße Rozana, bin ebenfalls 29 Jahre alt und ich kenne Judith, wie Ihr inzwischen wisst,  seit 21 Jahren. Hätten wir damals ein Bäumchen gepflanzt, wäre das Bäumchen nach amerikanischem Recht jetzt volljährig. Und wir haben wirklich einiges gemeinsam:  Wir beide haben an einem 18. Geburtstag, schenken uns gegenseitig gleiche Sachen zu Weihnachten, mögen zu 87% die gleiche Musik, lieben Gummibärchen und diese leckeren Algen-Fisch-Dinger aus dem China-Laden. (Dafür könnte ich töten.) Abgesehen davon gehen wir fast jeden Montag gemeinsam in die Sneak. Und wir wiegen beide ähnlich. Normalerweise sogar gleich, aber nach einer durchzechten Nacht von Samstag auf Sonntag konnte ich gestern nichts essen, was mich glatt ein Kilo gekostet hat. Im Moment wiege ich ca 67. Und mit dem Essen klappt es langsam wieder, der Kater ist mittlerweile verschwunden.

Allerdings bin ich kurz- und dunkelhaarig, Judith langhaarig und blond (also nix mit siamesischen Zwillingen) und ich bin 1,74m. Also etwas größer. Und nein, ich bin nicht dick. Ich habe auch keinen Schlankheitskomplex. Warum ich aber hier bin: Ich fühle mich nicht wohl. Es geht nicht darum, BMI-technisch ein gutes Gewicht an den Tag zu legen, es geht darum, sich in seiner Haut wohlzufühlen. Und das tue ich nicht. Ich habe Speck an den Hüften, alles an mir ist weich und ich weiß, dass das alles anders aussehen kann. Ein paar Pfunde weniger, den Rest fester und ich bin happy. Mein Ziel:
Ich habe ein schickes Kleid von Judith zum Geburtstag bekommen. Und ich will darin sexy aussehen.
Heute Abend hole ich mir das Kleid, im Laufe der Woche gibt es das erste Foto und am Donnerstag gehen wir die ersten Bahnen schwimmen.
Details folgen.

Hallo!

Die Höflichkeit gebietet es, dass ich mich zunächst vorstelle, bevor ich meine Mitblogger und Leser volltexte. Nun denn: Hallo allerseits. Ich heißte Judith, bin 29 und wohne in Stuttgart. Wenn ich jetzt nicht so faul wäre, würde ich Wii Fit anschmeissen und schauen, wie viel ich genau wiege. Aber jetzt muss ich schätzen: 68 Kilo. Das hört sich nach wahnsinnig viel an, wenn man bedenkt, dass ich nur kurze 1,62 Meter messe. Aber dennoch habe ich eine normale Figur, auch wenn mein BMI mir was anderes weismachen will. Es hat noch kein Mensch gewagt, mich als übergewichtig zu bezeichnen. Dennoch wäre es schön, wenn diese Speckröllchen nicht da wären und der Hintern auch mal in die nächstkleinere Kleidergröße passen würde. So wie damals, 2006. Als ich noch studiert habe und nicht so einen Sesseljob hatte.

Meine Abnehm-Duellantin ist Rozana. Ich kenne Rozana seit der Grundschule. Mit ihr verbindet mich die längste Freundschaft meines Lebens, was vielleicht auch daran liegt, dass wir uns ziemlich ähnlich sind. Wir beide sind in der Kreativbranche tätig, wir lieben die Photographie (und haben sogar die gleiche SLR) und fahren beide total auf Designschnickschnack und Schokolade ab. Wir sind uns sogar so ähnlich, dass wir die gleiche Anzahl an Follower bei Twitter haben (naja, zumindest heute: 355) und beide zur gleichen Zeit Partner mit dem gleichen Vornamen hatten. Ja, das war lustig.

Rozana hat sich heute eine Körperfettwaage gekauft. Sobald diese geliefert wird, schaue ich bei ihr vorbei und dann gibts die Stunde der Wahrheit. Am Donnerstag gehts dann richtig los, ob mit oder ohne Waage. Dann treffen wir uns zum Schwimmen. Sie bringt mir das Kraulen bei und ich ihr einen anderthalbfachen Salto vom Einmeterbrett. Ja, ich spüre schon: Das wird toll.

Soziale Diät: Übergewicht ist ansteckend!

Oha! Übergewicht kann sich von Mensch zu Mensch wie ein Virus ausbreiten, berichtet die New York Times in ihrer online Ausgabe. Wenn einer zunimmt, neigen enge Freunde dazu, ebenfalls Gewicht zuzulegen. Das besagt eine Studie, die im The New England Journal of Medicine veröffentlicht worden ist. Dazu sind die sozialen Netzwerke und die Körpermasse von über 12.000 Menschen über einen Zeitraum von 32 Jahren von 1971 bis 2003 detailliert untersucht worden. Das erstaunliche dabei war, dass selbst Freunde oder Bekannte, die weit entfernt voneinander lebten, sich diesem Effekt nicht entziehen konnten. Nahm der eine zu, tat der andre es mit einer deutlich gesteigerten Wahrscheinlichkeit ebenfalls. Die Erhöhung der Wahrscheinlkichkeit betrug im Mittel dabei um 171%. Irre. Was folgt daraus, für den, der abnehmen will?

Suche dir schlanke neue Freunde, müsste man nach dieser Studie meinen. Wenn die nicht durch dich dicker werden, wirst du vielleicht durch sie dünner. Da wiegeln die US-Forscher ab. Der Schlüssel zu diesem geheimnisviollen Effekt scheint zu sein, dass das „schlankere“ Soziale Netzwerk einer Person, darauf achtet, ob jemand übergewichtig oder fettleibig zu werden droht und entsprechende Warnsignale sendet und ein Verhalten an den Tag legt, dass bei dem Übergewichtigen auf subtile Art und Weise den Appetit etwas drosselt. Eine Art Soziale Diät also. Interessanter Aspekt.