Archiv der Kategorie: Ernährung

Alles auf Anfang?

Gewicht: 112 kg – plus 2,7 seit letzter Woche und so viel wie zum Start des Duells. Hä?

Ich habe weder großartig geschlemmt noch “gesündigt”. Das zeigt mir: sofern es nicht deutlich und nachvollziehbar abwärts geht, sind die gemessenen Werte alle nur eine Kombination von Wasserverlust sowie Schwankungen der Waage (mittags zeigte sie nur noch 111,3 kg – aber ich wiege mich immer zur gleichen Zeit mittwochs nach dem Aufstehen) und Erdstrahlen.

Und es zeigt noch etwas: allein durch Umstellung der Ernährung kann ich meinen Körper nicht dazu bringen, an die Reserven zu gehen. Außer ich würde deutlich weniger essen, wobei er wahrscheinlich noch mehr auf Sparflamme schaltet und bei einer größeren Nahrungsaufnahme Papa Yoyo zuschlägt (wie ja jetzt auch). Also muss ich mich mit der Bewegung beschäftigen.

Umsonst war es dennoch nicht, denn noch nie habe ich mich über einen längeren Zeitraum so bewusst mit dem, was ich esse und wie ich mich bewege, beschäftigt. Dazu trägt sicher auch die Apple Watch bei. Doch das ist eine andere Geschichte, die nächstes Mal erzählt wird.

Ich kauf mir nix

Gewicht in dieser Woche: 109,3 kg – minus 0,5 seit letzter Woche.

Für meinem Weg nach unten verfolge ich eine Strategie, zu der gehört: keine zusätzlichen Süßigkeiten oder Knabbereien. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann gesündere Ersatzstoffe, etwa Nüsse statt Chips oder Trockenobst statt Gummibärchen.

Am einfachsten ist es nach meiner Erfahrung jedoch, gar nichts zu kaufen. Denn was nicht da ist, kann ich auch nicht essen. Wir haben keinen Kiosk um die Ecke, so dass ich das auch nicht so einfach umgehen kann. Und so groß ist das Verlangen doch nicht, den längeren Weg dafür auf sich zu nehmen und es doch zu kaufen.

Das funktioniert, gebe ich zu, nicht immer. Wichtig ist: niemals hungrig einkaufen. Dann kann ich auch nicht so leicht in Versuchung geführt werden.

Wer so etwas über längere Zeit durch hält, wird merken: irgendwann lässt das Verlangen nach, von ganz allein. Und falls man dann dem doch einmal ausnahmsweise nachgibt, macht sich das nicht so sehr bemerkbar.

Schokolade hilft beim abnehmen! Wohl eher nicht…

Vor einer Weile tickerte es durch die Medienlandschaft: “Schokolade hilft gegen Übergewicht”, “Schlank durch Schokolade” oder “Warum du täglich Schokolade essen solltest”. Zitiert wird eine Studie aus den USA, vom “Institute of Diet“. Die Story ist eigentlich ganz simpel. Jeden Tag ein bisschen Bitterschokolade und die Inhaltsstoffe sorgen automatisch dafür, dass die Pfunde purzeln. Verbreitet wurde dies dann von einer ganzen Reihe von Medien. Da sind dann fast sämtliche Medien auf den vorbeirauschenden Schlagzeilenzug aufgesprungen. So unter anderem der Focus, die Bild, sämtliche Lokalblätter oder auch solche Fachzeitschriften wie die Brigitte. Es wurden Schlagzeilen geschrieben und ein Superlativ nach dem anderen wurde bemüht. Schokoladenverkäufer haben sich gar nicht mehr eingekriegt und im Supermarkt um die Ecke wurde ein Aufsteller mit Schokolade direkt neben die Zeitschriften platziert.

Aber, immer, wenn etwas zu gut klingt um Wahr zu sein, ist es dies wahrscheinlich auch nicht. Denn recherchiert oder auch nur mal irgendjemanden gefragt, der sich mit dem Thema beschäftigt oder zumindest mal die “Studie” gelesen, hat wohl keiner der Journalisten. Alles war nämlich nur ein riesengroßer Fake: I Fooled Millions Into Thinking Chocolate Helps Weight Loss. Here’s How. (oder etwas dazu in deutsch: Ernährungsindustrie: Endlich erwiesen – Schokolade macht gutgläubig).

Also, einfach nur an das halten, was die Großmutter schon immer wusste: “Wenn du abnehmen willst: HÖR AUF ZU NASCHEN!”

in dem Sinne: Mahlzeit.

 

Motivation wanted

Puah – ich hab einen Durchhänger. Obwohl es gewichtlich nicht so schlimm aussieht (oder die Waage wollte mir letzte Woche einfach nur einen Streich spielen), bin ich irgendwie in einem “Gesundes Essen – Kaloriensparen”-Tief. Die Luft ist raus. Und mir fehlt einfach die “Kraft”, mich den Versuchungen – besonders denen mit viel Zucker – entgegen zu stellen. Und wenn ich einmal angefangen habe, höre ich meine innere Stimme rufen “Jetzt ist es auch egal… iss weiter!” *g.

Kennt ihr das? Hat jemand einen Tipp, motivierende Worte oder einen Schokoriegel für mich?

Das Wiegen nach der #rp15: Ich bin auf Kurs

Vor diesem Wiegetermin hatte ich zu Beginn des Abnehmduells am meisten Sorge. Denn es war der Termin nach der re:publica in Berlin, dieser Wiegetag stellte für mich im Vorfeld den Scharfrichter dar. Denn 1 ganze Woche Berlin stand auf dem Programm. Inklusive Currywurst-Tour, Besuch diverser Restaurants und Burgerläden. Die Zunahme in Grenzen halten, das war für mich im Vorfeld die Devise gewesen. Würde ich das schaffen, könnte ich das mir selbst gesteckte Ziel erreichen.

Erstaunlicherweise fiel es mir nicht wirklich schwer, jeden Morgen (bis auf 1 Mal) Sport zu treiben. Unser Hotel hatte einen gut ausgestatteten Fitnessraum und einen Pool, was mir sehr entgegenkam. Zudem achtete ich sehr darauf, mein tägliches Pensum von 10.000 Schritten zu erreichen oder noch besser zu übertreffen.

Ausserdem hielt ich mich weitgehend von Beilagen (wie Pommes) fern und verzichtete auf Süßkram und Knabberzeug. Der Alkoholkonsum hielt sich ebenfalls in Maßen, so dass die Ernährung / Kalorienzufuhr gar nicht so aus dem Rahmen fiel wie ich befürchtet hatte. Mit diesem ganzen Sport- und Ernährungsprogramm hätte es aus meiner Sicht gereicht, um beim Wiegen nach der re:publica mit nicht mehr als 0,5 kg Gewichtszunahme den Urlaub abzuschließen, was für mich schon ein Erfolg gewesen wäre.

Manchmal kommt es jedoch anders. An sich hatte ich mit zwei Wochen ohne Abnehmerfolg oder sogar mit leichter Zunahme gerechnet. Da ich aber am Montag erkrankte und für drei Tage fast nur flüssige Nahrung zu mir nahm, kam es beim Wiegen dann ganz anders.

Fast 2 kg weniger – um genau zu sein 1,9 – als beim letzten Wiegen vor’m Urlaub! Das war immerhin ein schöner Nebeneffekt der Krankheit. Es ist für mich zwar alles andere als spaßig, kaum etwas zu essen. Aber wenn man im Abnehmduell steckt, hatte ich zumindest immer den Erfolg auf der Waage im Hinterkopf, was die Situation erträglicher machte.

Nun habe ich 2 kg Vorsprung auf meinen Plan. Die möchte ich natürlich nicht herschenken. Ob ich aber gleich mein Ziel anpasse oder mir vielleicht ein Auszeit beim Abnehmduell gönne, bei der ich von dem “erarbeiteten” Vorsprung zehre, weiss ich noch nicht. Ihr werdet davon lesen…

Bewegung ist nicht alles…

… und dabei habe ich mich die Woche wirklich viel bewegt. Ich war am Mittwoch, am Freitag und am Montag im Gym, bin am Samstag 41 km auf dem Moselsteig gewandert und hab Freitag und Sonntag je eine kleine Runde mit dem Rad gedreht. Dafür zeigt mir mein Misfit Shine für die Woche insgesamt 115.622 Schritte an. Das nenne ich mal fleissig!!!

Naaa gut – bei soviel Bewegung braucht man (und frau auch) natürlich Energie. Und mit der Zufuhr dergleichen habe ich mich in der letzten Woche nicht zurück gehalten. Schön Essen gehen und dazu eine Flasche Kröver Nacktarsch, Energie-Riegel, Schmandkuchen, Schokolade und Spaghetti am Wandertag und ein auuusssgiebiges Käsefrühstück am Tag danach. Wieder zu Hause keine Lust zu kochen und ab zum Thailänder… ach, ihr kennt das!

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Alles lecker, alles nicht bereut, aber die Waage zeigt trotz der ganzen Bewegung auch nur 300 g Abnahme in dieser Woche. Allerdings scheint sich auch etwas von meinem Speck in Muskelmasse umgewandelt zu haben… laut Withings Waage ist nämlich mein Körperfett-Anteil von 52,3 % (letzte Woche) auf 50,5 % gesunken.

Mein Plan für die nächste Woche: Wieder gezielt auf die Kalorien achten und regelmässige Bewegung beibehalten. Da ich im Moment arbeitstechnisch in ein Fulltime-Vorort-Projekt eingebunden bin, bleibt abzuwarten, wieviel Bewegung es wird :-).

Critical Mass

1,4 Kg weniger seit dem Start. Ich würde ja gerne die Erfolge einer planerischen Maßnahme aus Sport und Ernährung zuweisen, aber damit würde ich den Zufall beschönigen. Im Grunde war ich heute morgen selbst überrascht, dass ich nicht wieder bei 111 stehe.

Einen Beitrag hat dazu sicherlich das gute Wetter der letzten Woche geleistet: Fahrrad fahren war endlich wieder möglich, somit die volle Strecke zur Arbeit und zurück – insgesamt 25 Kilometer. Am Freitag war dann auch noch Critical Mass, wo ich von 20:00-23:00 30 Kilometer durch Berlin geradelt bin.

Ansonsten funktioniert nichts ;). Ich trage mein Essen nicht ein, esse Abends zu viel und zu falsch und bin momentan hauptsächlich genervt, was entweder in Frustessen mündet oder in gar keinem Essen. Neben Unzufriedenheit mit meiner Arbeit kommt seit zwei Wochen mein Heuschnupfen hinzu, welcher mir normalerweise nur auf die Augen geht, diesmal aber Augen, Nase und Hals angegriffen hat, sodass ich ab dem Nachmittag nicht mehr “normal” atmen kann und das Schlafen deutlich unangenehmer wird.

Aber letztlich sind das Ausreden für meine mangelnde Disziplin. So ehrlich muss ich zu mir selber sein ;).

Der Plan für die kommende Woche sieht somit vor, die Unzufriedenheit loszuwerden und Abends richtig zu kochen, denn kochen entspannt mich und macht mich glücklich (genau wie Sport). Für den Sport muss ich mich zwingen, an warmen und trockenen Tagen abends schwimmen zu gehen, was die Pollen von mir entfernt und somit zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Damit das klappt bleibt eigentlich nur eine Kernaufgabe: Früher aufstehen und morgens nicht trödeln.

Sorgenschokolade und neues Lieblingsrezept

Diese Woche ist eigentlich recht gut gelaufen. OK… der Sport ist ein bisschen zu kurz gekommen und am Sonntag habe ich mich im Phantasialand ausschließlich von Mini-Schitzeln, Zuckerwatte und – für die Kinder – mitgenommenen Süssigkeiten ernährt. Trotzdem hätte ich ohne Abnehmwunsch sicher noch einiges mehr gefuttert. Darum – Daumen hoch.

Ach ja, dann war da noch der Schokoladenfressflash. Kennt ihr das? Wenn es mir schlecht geht, ich nicht schlafen kann und das Gedankenkarussell ausschließlich Worst-Case-Szenarien hervorbringt, brauche ich Schokolade. Sorgenschokolade halt (eine enge Freundin der Belohnungsschokolade übrigens). Heimlich bin ich in die Küche geschlichen und habe ganz leisssseeee die Verpackung der TinTans geöffnet. Eigentlich wollte ich nur eins oder zwei essen… dann ist es aber doch eine 3/4 Packung geworden. Hihi. Immerhin hat es geholfen. Ich bin sofort eingeschlafen.

Zu guter Letzt noch ein tolles Rezept für euch – ich habe es diese Woche neu entdeckt und es ist einfach KÖSTLICH. Neben kalorienarm ist es auch noch Low Carb, vegetarisch und sogar vegan. Also für jeden was – vorausgesetzt man mag Auberginen und Kürbis und morgenländische Gewürze :-)

Aubergineneintopf

Zutaten

  •  200 g Erbsen, gelb, geschält, halbiert
  •  500 g Kürbis   
  •  1 Stück Chilischote/n, rot (für nicht so scharf grün)   
  •  1000 ml Gemüsebrühe   
  •   2 Stück Aubergine/n   
  •  3 TL Pflanzenöl   
  •  1 Stück (klein) Zwiebel/n   
  •  2 Zehe(n) Knoblauch   
  •  1 TL Garam Masala   
  •  1/2 TL Kreuzkümmel/Cumin, gemahlen   
  •  2 TL Senfkörner, schwarz   
  •  1/4 TL Nelken, gemahlen   
  •  1/2 TL Kurkuma   
  •  1 Prise(n) Jodsalz   
  •  1 Prise(n) Pfeffer   
  •  1 Bund Koriander, klein, frisch   

Zubereitung

  • Gelbe Erbsen in einen Topf geben und mit kaltem Wasser bedecken. Zum Kochen bringen und ca. 10 Minuten garen. Abgießen, mit kaltem Wasser abspülen und zurück in den Topf geben. Kürbis (ggfs.) schälen, in Stücke schneiden und dazugeben. Chilischote waschen, halbieren, entkernen, klein schneiden und mit Brühe dazugeben. Zum Kochen bringen, ca. 30 Minuten garen und leicht abkühlen lassen.
  • Währenddessen die Auberginen waschen und würfeln. 2 TL Öl in einer großen Schmorpfanne erhitzen und Auberginen darin ca. 4–5 Minuten anbraten. Herausnehmen und beiseitestellen.
  • Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Restliches Öl in die Pfanne geben und Zwiebeln darin ca. 3–4 Minuten anbraten. Knoblauch pressen und mit Gewürzen, 1 Prise Salz und Auberginen in die Pfanne geben. Abgedeckt unter gelegentlichem Rühren ca. 20 Minuten garen. 50 ml Wasser dazugießen und weitere ca. 10 Minuten garen.
  • Die Hälfte der Erbsen-Kürbis-Mischung mit einem Schlitzlöffel in die Schmorpfanne geben. Restliche Erbsen-Kürbis-Brühe pürieren und in die Pfanne geben. Gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und garen, bis die Masse eingedickt ist. Koriander waschen, trocken schütteln, klein schneiden und unterrühren. Lecker!

Erste kleine Erfolge

Die erste Woche des Abnehmduells ist vorbei und mit ihr hat sich das erste Kilo verabschiedet… Ich habe mich entschieden, es für’s erste mit Slow Carb zu versuchen: Eine maximale Reduktion der Kohlenhydrate (inklusive des Fruchtzuckers in Obst) – erlaubt sind nur langsam verstoffwechselte KHs wie sie z.B. in Bohnen enthalten sind – bei gleichzeitiger Erhöhung der Eiweiss- und Fettaufnahme zur Deckung des Energiebedarfs.

Nach anfänglichen starken Blutzuckerabfällen und deren Nebenwirkungen (kein Wunder bei meinem bisherigen Zuckerkonsum) liefen die letzten Tage ganz gut für mich. Nun, sonderlich aufregend und abwechlungsreich ist mein Menüplan derzeit nicht und ewig werde ich das wohl auch nicht durchhalten wollen… aber wenn es taugt, um die Fettverbrennung erst einmal in Gang zu bringen: Umso besser.

Und ich bin erstaunt, dass der Hunger ausbleibt und ich die Gelüste nach Süßem inzwischen ganz gut aushalten und ignorieren kann, das spornt mich zusätzlich an. Und weiter geht’s!

 

Planung ist die halbe Miete oder wie ein Aussie meine Pläne durcheinander bringt

In der letzten Woche habe ich festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, eine bestimmte Kalorienzahl einzuhalten, wenn man den Tag nicht im voraus plant.

Zum einen ist es recht schwierig, sich sättigend außer Haus zu ernähren (meist landet man nämlich doch bei Burger, Pizza, gebratenen Nudeln, Döner… oder beim Bäcker), ohne gleich eine unheimlich hohe Menge an Kalorien zu sich zu nehmen. Besser ist es da, sich im Vorfeld etwas zuzubereiten und das mit zu nehmen. Das habe ich z. B. letzten Freitag gemacht, als ich auf dem e-commerce Day in Köln war. Gefrühstückt wurde zu Hause und das angebotene Catering habe ich außen vor gelassen und lieber meinen Nudelsalat mit Ruccola, Kirschtomaten und Pesto gegessen.

Nicht ganz so gut geklappt hat das am Wochenende. Meine Tochter hatte für 10 Tage einen australischen Austauschschüler und mit dem waren wir unterwegs. Am Samstag in Hückeswagen bei einem Geocaching Event und am Sonntag am Rhein rund um Königswinter. Für die Fahrt und für unterwegs hatte meine Tochter sich verschiedene Süssigkeiten ausgesucht, und aus Zeitmangel waren wir jeden Tag auswärts essen. Am Samstag bei McD (meine Lösung war ein Burger ohne Menü) und abends beim Chinesen (hier gab es Buffet und ich habe das Dessert und den Reis weg gelassen). Am Sonntag haben wir uns nach dem Abstieg vom Drachenfels mit einem dicken Eisbecher belohnt (ich mich auch – ich kann da einfach nicht nur zugucken) und abends Pizza bestellt (ich hatte nochmal was von meinem Nudelsalat und 1/4 Pizza von meiner Tochter). Und ja, an jedem Tag habe ich ein bisschen von den Süssigkeiten unterwegs bedient, mich aber getränketechnisch an Wasser gehalten. Ich bin mal auf die Waage am Mittwoch gespannt!

Seit heute Morgen ist der Aussie wieder weg, die nächste Herausforderung steht aber schon vor der Tür. Ich gehe nämlich jeden zweiten Montag Abend zu einem Rollenspieler-Stammtisch… und neben Würfeln und Regelwerken liegt da der ganze Tisch voll mit Erdnüssen, Keksen und Schokolade…

Was macht ihr, um an Herausforderungen und Versuchungen vorbei zu schippern oder liebgewonnene, kalorienhaltige Gewohnheiten los zu werden?

Schon wieder Freitag

Das heutige Messergebnis ist eindeutig der Varianz anzurechnen wegen Alkohol am Vorabend und dem damit verbundenen Flüssigkeitsverlust über Nacht. Der nächste Freitag wird es zeigen.

Aber hier noch mein Tipp zum Wochenende (gefunden auf facebook)

So verbrennst Du 800 Kalorien in nur 30 Minuten

Zahlenfetischismus

BMI, Gewicht, Körperfettanteil, Muskelmasse, Kilokalorien, Ballaststoffanteil, Fettgewicht, … Ja diese Zahlen immer. Antrieb und Qual zugleich. Alles was messbar ist, muss gemessen werden. Da wird eisern darauf geachtet die Zahlen in Bereichen zu halten die der “Norm” entsprechen und am Ende war dann doch alles für die Katz, weil sich nun mal nicht alles nach den Zahlen richtet. So habe ich mir vor 2 Wochen die App von fatsecret aufs Handy geladen und seit dem streng darauf geachtet was ich da eigentlich alles in mich reinschaufel. Immer schön mit Waage und Stück-Angaben. Ist bei selbst gekochten Sachen allerdings nicht ganz einfach.

Tagesübersicht

Tagesübersicht

Da kommen über einen Tag hinweg doch schon so einige Posten zusammen. Vor allem, wenn man wirklich jede Kleinigkeit direkt mit vermerkt. Denn gerade diese “Kleinigkeiten” sind es ja, die die Kilos bilden. So ein Stückchen Schoki hier, eine Wallnuß da, zwischendurch noch ein paar Doppelkekse… Hab ich alles gestrichen. Denn jeder Haps hat gleich zur Folge in die Liste eingetragen werden zu wollen. Und am Ende eines Tages sieht das dann schon nicht mehr so nach “nur ne Kleinigkeit” aus, sondern schon eher nach ordentlich “Gesündigt”. Da überlegt man es sich dann schon vorher, ob dieses oder jenes jetzt wirklich sein muss. Und meistens muss es eben nicht.

Gut, gebracht hat es mir nicht so viel. In der letzten Woche kam ich gerade mal auf 100g Verlust, was jenseits sämtlicher Messtoleranzen liegt und eigentlich auch nur dem wirklich extrem sparsamen Tag vor dem Wiegen zuzumessen ist.

2 Wochen-Übersicht

2 Wochen-Übersicht

Allerdings ist es mit diesen Zahlen vor Augen noch viel enttäuschender nicht wirklich mehr Verluste erreicht zu haben. Man sollte meinen, dass bei einem Tagesmittelwert von 3063 kcal an Bedarf und 1550 aufgenommener Kilokalorien, etwas mehr Verlust festzustellen ist, als die paar Gramm. Starke Verluste bei den Tagesaktuellen Messungen sind nur direkt nach dem Sport (und am Morgen danach) feststellbar. Ein Tag ohne Sport nivelliert das allerdings auch ohne große Kalorienzufuhr locker wieder aus.

Aber Spaß macht mir dieses Spiel mit den Zahlen trotzdem. Also geht es nachher auch wieder laufen. Natürlich mit GPS-Puls-Uhr. Der Zahlen wegen :-D . Außerdem ist morgen Wiegetag. Da wird um jedes Gramm gekämpft.

…so wird das aber nix…

Achja, die letzte Woche war hart. Mit Müh und Not nicht ins Plus gerutscht. Der Kampf gegen der verfressenen Schweinehund war unschön. Und zu allem Übel: im Hause geistern noch reichlich Schokoweihnachtsmänner, Lebkuchen und einige Eimer mit Schokokussbruchware aus dem Werksverkauf…

Schokoladenüberschuß

Schokoladenüberschuß

Da heißt es hart bleiben und hoffen, dass die Kinder das bald mal weggeputzt haben. Was mache ich jetzt nur mit dem gestern gefundenen Marzipanstollen, den außer mir niemand mag…?

Das Duell wird härter als erwartet. Da hilft wohl doch nur Sport. Gestern früh zumindest schon mal das erste Mal dieses Jahr wieder laufen gewesen. Bei Minus 13°. Danach hat der Schokokuss gleich noch mal so lecker geschmeckt [verfluchteVerlockung].

Wendepunkt

Nachdem das Gewicht also wie zuletzt gezeigt einen neuen Höchststand erreicht hatte, musste etwas passieren — und das sollte ein radikaler Schnitt sein: neben dem Neustart meines eingeschlafenen Sportprogramms habe ich meine Ernährung geändert:

  • Statt bisher zwei bis drei gibt es nur noch eine Schnitte belegtes Brot zum Frühstück.
  • Die mitgenommenen Brote zum Mittagessen wurden genau so stark reduziert und durch Gemüse (Paprika, Gurken, Tomaten) ersetzt.
  • Zu den Hauptmahlzeiten gibt es weniger Fleisch, keine Sahnesoßen mehr, und es wird mit möglichst gesunden Fetten gebraten (z.B. Olivenöl und Rapsöl, nicht mehr Butter oder Sonnenblumenöl).
  • Knabberzeug und Süßigkeiten sind gestrichen, und die (eigentlich ohnehin zuckerfreie) Cola habe ich auch abgeschafft und durch Wasser ersetzt.
    Dazu habe ich den Wassersprudler reaktiviert (dessen CO2-Patronen hier in Stuttgart West gar nicht mehr so leicht zu bekommen sind. Nach anfänglichem Koffeinentzug (!) scheint diese Maßnahme übrigens dem ständigen latenten Appetitgefühl entgegenzuwirken, als dessen Ursache ich seitdem die Süßstoffe vermute.
  • Den Wein am Wochenende habe ich beibehalten, achte aber mehr darauf, trockene Weine zu kaufen (halbtrockene enthalten 9 — 18 g Restzucker pro Liter, das ist immerhin ein Zwölftel bis ein Sechstel der Menge in Coca Cola).

Das Ergebnis sieht doch schon ganz gut aus:

von da an ging's bergab

(begonnen habe ich im Urlaub fern meiner WLAN-Waage, daher der erste schräge Teil der Linie)

Küchenparty

Ja, ich gönne mir sehr gerne irgendwelche Leckereien und das durchaus auch während eines Abnehmduells. Allerdings sollte man sich nicht von ein paar geposteten Bildern täuschen lassen, denn es ist durchaus möglich abzunehmen, obwohl man sich etwas gönnt. Klar, das dauert dann alles viel länger, aber dafür bleibt der Heißhunger aus. Hinzu kommt, dass viele kalorienreduziert zubereitete Speisen auf einem Bild oftmals gar nicht kalorienarm aussehen und noch weniger deutet der Name darauf hin. Weiterlesen